1306 – 1. Welchen Preis bist Du bereit zu zahlen?

Hallo und herzlich Willkommen zu Clausi and Friends! Ich freue mich riesig, dass Julia heute den Anfang macht und ein wenig Vielfalt in den Blog bringt!

Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?

Und das meine ich nicht nur in Bezug auf Geld. Sondern mal ganz allgemein: Was ist es Dir wert so zu leben, wie Du gerne leben möchtest? Und zahlst Du diesen Preis schon? Oder ist Dein Wunschleben Dir doch nicht so wichtig, wie Du es gedacht hast?

Solche Fragen stelle ich mir in letzter Zeit…

Aber erst kurz zu mir! Mein Name ist Julia und ich möchte hier auf Claudis Seite ihr Angebot nutzen und selbst mal etwas loszuwerden 😉 und darüber schreiben, was mich gerade beschäftigt und von dem ich denke, dass es anderen helfen könnte.

Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Freund und unserem 9 Monate alten Sohn seit kurzem in Leipzig. Ich könnte über vieles berichten: Mamasein, Yoga, Ernährung, Freiheit. Doch vorerst beschäftigt mich (wie schon immer) die Frage: Was will ich eigentlich im Leben? Seien es die kleinen Dinge oder die großen.

Früher war es echt schwierig für mich zu wissen, was ich wirklich will. Ich wusste es einfach nicht. Ist doch seltsam oder? Wie kann man das denn nicht wissen? So langsam steige ich jedoch dahinter. Dabei hilft mir u.a. Yoga auch sehr viel… heißt: viel in mich hinein spüren, meine Wahrnehmung erhöhen, meinen Körper reinigen auf grobstofflicher und feinstofflicher Ebene. Und siehe da, ich merke immer mehr, was mir gut tut, in welchen Momenten ich aufblühe und wie ich allgemein mein Traumleben gestalten will.

Was zur nächsten Frage führt: Welchen Preis bin ich bereit für dieses Traumleben zu zahlen?

Kleines aktuelles Beispiel.

Ich liebe WANDERN ❤ Ich möchte unbedingt in die Berge, die frische Luft einatmen, die atemberaubende Aussicht genießen, die Sonne auf meiner Haut spüren und oben auf dem Gipfel mit etwas brennenden Beinen mich einfach glücklich und zufrieden hinlegen. Das alles am liebsten SOFORT! Doch..

Ich habe ein Baby. Mein Freund hat SOFORT keine Zeit mitzukommen. Also bin ich bereit den Preis zu zahlen und wandere alleine mit meinem Baby direkt los? Nein. Ich warte. Wandern gehen wir bald, dann alle zusammen. Hier bin ich bereit den Preis des Wartens zu zahlen.

Und so darf man sich die Frage bei allen Entscheidungen im Leben stellen. Denn wer das eine will, …usw. Zwar ein blöder Spruch, und doch ist er wahr. Jede Entscheidung, jede Handlung zieht Konsequenzen nach sich. Auch Karma genannt. Wenn ich etwas will und mich dafür entscheide diesen Weg zu gehen, darf ich mir der Reaktionen bewusst sein, die nach kurz oder lang kommen werden. Und bin ich bereit diese zu händeln?

Ohh man, hätte man mir das nicht schon viel früher so erklären können? Kommt ja noch hinzu, dass die meisten Konsequenzen nicht abzusehen sind.

Jedenfalls… um das Ganze mal etwas zu verdeutlichen, hier einige weitere Beispiele aus meinem Leben:

– Ich möchte Stoffwindeln für mein Baby benutzen. Bin ich bereit, den Aufwand des häufigen Waschens auf mich zu nehmen? > JA

– Ich möchte gesunde Lebensmittel in guter Qualität essen. Bin ich bereit mehr Geld für Bio Produkte auszugeben? > JA

– Ich hätte gerne ein neues Tattoo. Bin ich bereit dafür Geld zu investieren? > NEIN im Moment nicht

– Ich möchte öfter meine Freunde überall in Deutschland sehen. Bin ich bereit dafür alle paar Tage quer durch Deutschland zu reisen? > NEIN, das wäre mir zu stressig

Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?

Für dein Leben? Für deine Freiheit?

Lasst gerne ein paar Zeilen da 😊

Alles Liebe,

Julia

Wenn Euch Julias Zeilen gefallen haben, könnt ihr Julia hier persönlich eine Nachricht zukommen lassen.

1610 – 41. Ich suche Dich!

Sommerpause.

Etwas früher als geplant, bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich eine Sommerpause benötige. Das Schreiben geht mir nicht mehr so leicht von der Hand bzw. erlebe ich gerade eine kleine thematische Durststrecke. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, bereits nach diesem Beitrag in die Sommerpause zu gehen.

Ich werde die Zeit nutzen um tief Luft zu holen, eine Routine in meine Yogapraxis zu bekommen, ich habe noch 3 Projekte, welche ich mit InDesign bis spätestens Ende des dritten Quartals umsetzen möchte und vor allem steht auch Urlaub auf dem Plan. Es wird für Christian und mich mit dem Bulli gen Süden gehen und ich hoffe, dass ich wieder ganz viel Inspiration auf der Reise einsammeln kann.

Ich melde mich am 31.08.2020 zurück!

Bis dahin könnt ihr nach wie vor mein Heft 1610 – Alle Beiträge aus 2019 ergattern.
Die bestellten Exemplare gehen auf jeden Fall noch bis zum 05.08.2020 in die Post.

Ich wünsche Euch bis dahin einen wundervollen, sonnigen Sommer und mit etwas Glück, müsst ihr nicht komplett auf die kleine Leseauszeit am Montagnachmittag verzichten, denn …

Ich suche Dich!

Du hast ebenso viel Spaß am Schreiben wie ich und könntest Dir vorstellen Deine Gedanken mit anderen Menschen zu teilen? Du möchtest etwas bewegen und als Inspirationsquelle voran gehen?

Dann freue ich mich, wenn du ein Teil von einehandbreitwasseruntermkiel.com wirst.
Ich möchte diesen Blog, aber vor allem meine Kolumne stetig weiter führen und wöchentlich mit Inhalten füllen. Dies ist für mich alleine nicht immer einfach. Manchmal fehlt die Zeit, manchmal die Ideen.

Thematisch sind Dir keine Grenzen gesetzt. Das was Dir auf der Seele liegt, gehört runter geschrieben und gesagt. Unter Deinem Namen, aber auch anonym. Genau so, wie Du Dich dabei wohl fühlst! Vielleicht hast Du auch nur Lust einmalig etwas zu schreiben? Auch dann bist Du herzlich Willkommen.

Derzeit erzielt einehandbreitwasseruntermkiel.com eine Reichweite von ca. 200-300 Aufrufen pro Woche. Dies reicht Momentan leider nicht, um Dir einen Obolus zu überreichen. Jedoch werde ich mich mit einem schmackhaften Weihnachtsessen für Deine Hingabe und Deinen Einsatz bei Dir bedanken und wer weiß, was wir beide oder auch wir drei oder vier irgendwann gemeinsam erreichen.

Wenn Du also Lust hast, auch einmal etwas zu veröffentlichen, zunächst als meine Urlaubsvertretung und zukünftig vielleicht als meine Dienstags-Deern oder mein Freitags-Flegel, dann schreibe mir doch gerne eine Email an moin@einehandbreitwasseruntermkiel.com oder eine WhatsApp an 0151-20241044.

Ich freue mich auf Dich!

1610 – 40. Der Pakt mit dem Teufel!

Mein liebes Rostock,

heute ist es einmal an der Zeit, dass ich mich persönlich an Dich wende!

Im Jahre 2015 stand ich schon mit einem halben Bein in Berlin und dann hast Du mir noch einmal kurz auf die Schulter geklopft. In Berlin hatte ich ein neues Jobangebot, viele meiner Mädels leben dort und ich hatte mich gedanklich schon sehr mit der Stadt auseinandergesetzt und auch angefreundet. Dich hatte ich noch flüchtig aus der Ausbildung in Erinnerung, welche eventuell durch den Studentenkeller auch noch ein wenig verschwommener war, als sie es unter normalen Umständen gewesen wäre. Ich kannte 1-2 Freunde noch von früher, keinesfalls war die Beziehung so eng wie zu meinen Mädels in Berlin. Doch aus irgendeinem Grund habe ich mich am Ende intuitiv für Dich entschieden.

Und Du warst so gut zu mir! Du hast mir die tollsten Nachbarn geschenkt, ohne die ich hier nie so angekommen wäre, wie ich es jetzt bin. Du hast mir wundervolle neue Kollegen vorgestellt, von denen ich heute eine zu meinen allerbesten Freundinnen zähle. Und du hast mich auch noch einmal dichter ans Meer gebracht, welches ich in regelmäßigen Abständen intravenös für mein Wohlbefinden benötige. Trotzdem habe ich Dir nach nur einem Jahr den Rücken gekehrt und bin in die große weite Welt entflohen.

Nach meiner Rückkehr hast Du nur die zweite Geige gespielt. 4 Monate lang habe ich versucht mich in Hamburg über Wasser zu halten um dann am Ende festzustellen, dass mein Herz nur für eine Stadt schlägt. Voller Demut habe ich meine Sachen gepackt und mich wieder in deinen Armen niedergelassen. Es waren kaum 2 Monate vergangen und Du hattest wieder nichts besseres im Sinn, als mir den Mann meiner Träume vor die Nase zu stellen. Du hast mir eine Wohnung geschenkt, von welcher aus ich meine Freunde binnen weniger Minuten fußläufig erreichen und ich die Warnow meinen Vorgarten nennen kann.

Doch, auch ich werde älter und sehne mich das ein oder andere Mal nach einem ruhigeren Rückzugsort, mit einem kleinen Garten vielleicht. Ich will Dich nicht verlassen und dies macht die Sache zu einem großen Problem. 750.000 EUR für ein Haus am Stadtrand, 623.000 EUR für eine 4-Zimmer-Wohnung in der Stadt, das werden wir uns in diesem Leben als Normalverdiener nicht leisten können. Den Kredit müssten wohlmöglich noch unsere Urenkel abbezahlen.

Mein liebes Rostock, ich kann Dir bei Weitem nicht so viel geben, wie Du mir in all den Jahren gegeben hast. Ich kann Dir nur eine Sache bieten, wenn Du mir dafür im Gegenzug einen letzten Gefallen, ein kleines Häuschen mit Garten durch den man auch mal nackig hüpfen kann, erweist. Meine Seele!

Ich freue mich von Dir zu hören.

Deine Claudi

Am Rande – Buch der Woche: Rutger Bregman – Utopia for Realists
(06/2020)

Wer mich ein wenig besser kennt, der weiß, dass er bei dem Thema 15 Stunden Arbeitswoche meine volle Aufmerksamkeit hat.
So ungefähr bin ich auch zu diesem Buch gekommen.

Mein Kumpel Flori hat mir bei einem gemütlichen Kneipenabend im Januar erzählt, dass der Podcast ‚Gemischtes Hack‘ über dieses Buch gesprochen hat. Er hat es noch nicht einmal selber gelesen, ich habe den Podcast nicht gehört und trotzdem lag es 2 Tage später in meinem Warenkorb. Dem Thema 15 Stunden Arbeitswoche sei Dank.

Ich habe das Buch nun durchgelesen und war sehr angetan. Es ist ein Buch für alle Querdenker und Weltverbesserer da draußen und zudem auch noch ein kleines BWL Studium.
Man hat das Gefühl, dass Rutger Bregman alle Publikationen dieser Welt gelesen hat, bevor er dieses Buch geschrieben hat.

Themen wie die 15 Stunden Arbeitswoche oder ein bedingungsloses Grundeinkommen oder die Abschaffung von Landesgrenzen sind nicht nur mit einem gefährlichen Halbwissen träumerisch in den Himmel gemalt, sondern knallhart recherchiert und anhand von Beispielen, welche teilweise schon ihre Anfänge zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten, argumentiert.

Mit den Worten von Oscar Wilde: „Progress is the realization of Utopias“! – Welcher DDR Bürger hat damals wirklich daran geglaubt, dass man eines Tages nur noch 5 Tage die Woche zur Arbeit gehen würde?! – Lasst uns nie aufhören an eine bessere Welt zu glauben! Alles ist möglich!

Don’t let anyone tell you what’s what. If we want to change the world, we need to be unrealistic, unreasonable, and impossible.
Remember: those who called for the abolition of slavery, for suffrage for women, and for same-sex marriage were also once branded lunatics.
Until history proved them right.

S. 264

1610 – 39. Lass mich nicht verbluten!

Der weibliche Zyklus.
Wer kann sich nicht noch dunkel an den Biologieunterricht in der 5. Klasse erinnern, als man leicht beschämt den weiblichen Zyklus erklärt bekommen hat?!
Auch ich kann mich noch daran erinnern, dass uns erklärt wurde, wie viele Tage er hat, wann der Eisprung ist, welche Verhütungsmethoden es gibt, da man mit Eintritt der Periode geschlechtsreif ist etc.

Woran ich mich nicht erinnern kann, ist, dass meine Lehrerin uns erklärt hat, wie blutig die Periode sein kann, welche Schmerzen man aushalten muss, dass sie mit Blähungen und Durchfall einhergehen kann, welche Gefühlsschwankungen man durchlebt.
An dieser Stelle wird es unzählbare Geschichten geben. Jeden Monat erlebt jede Frau jedes Mal einen vollkommen anders verlaufenden Zyklus. Mal stärker, mal schwächer.

Ich nutze die Periode heute exemplarisch um über die Sinnhaftigkeit von Karenztagen zu sprechen. Die Männer unter Euch denken sich an dieser Stelle jetzt vielleicht einfach die Migräne oder eine andere kurzweilige, steuerbare Krankheit.

Mein Zyklus verläuft jeden Monat anders. Mal geht er schleichend an mir vorüber, mal ist meine Periode so stark, dass ich mich mit Krämpfen zusammengekrümmt in meinem Bett wiederfinde. Dies ist dann ein Phänomen, welches ungefähr 1-2 Tage anhält. Nach ein paar Jahren in meinem eigenen Körper kann ich diesen ziemlich gut lesen und verstehen und das Letzte was ich in diesen Momenten will, ist zum einen zur Arbeit zu fahren und schmerzverzerrt den Tag über mich ergehen zu lassen und zum anderen mit meinen Bauchschmerzen, welche ich zu 100 % einordnen kann, bei einem Arzt im Sprechzimmer zu sitzen, weil ich ganz genau weiß, dass am nächsten Morgen alles wieder gut ist und mich genau aus diesem Grund auch der Arzt mit großen Augen fragend anschauen würde, was ich eigentlich bei ihm will?!

Leider ist es heutzutage noch nicht gang und gäbe, dass Karenztagsvereinbarungen standardisiert in Arbeitsverträgen vereinbart sind und deswegen appelliere ich an alle Arbeitgeber da draußen: Gebt Euren Mitarbeitern die Möglichkeit, max 1-2 Tage ohne Krankenschein Zuhause zu bleiben. Wir bringen Euch an solchen Tagen im Büro, in der KiTa, im Krankenhaus reichlich wenig, wenn wir nur damit beschäftig sind, unsere Schmerzen wegzuatmen. Wir wissen um unsere Verantwortung und wir kennen unsere Körper! Wenn ihr einen Ort geschaffen habt, wo wir uns wohl fühlen, dann sind wir die Ersten, die es nicht abwarten können, wieder im Büro zu sein.

Wenn es diese Möglichkeit jedoch nicht gibt, dann verbringe ich entweder einen in die Enge getriebenen Tag mit kompletten Unwohlsein oder aber ich gehe zum Arzt, nehme diesem die Zeit für wirklich ernsthaft erkrankte Menschen und bin am Ende wohlmöglich nicht nur einen Tag krankgeschrieben, sondern muss mich aus Sicht des Arztes mal so richtig erholen.

… und wenn es dann auch noch die Option von Home Office gibt, und wir uns mit einer Wärmflasche auf der Couch eingekuschelt vor den Laptop setzen können, dann brauchen wir im besten Fall gar keinen Karenztag.

1610 – 38. „Chef? komm heut nich.“!

Wenn ich mich beschreiben müsste, dann würde der Ausdruck ‚Learning-by-Doing‘ ziemlich genau auf mich zutreffen. Bevor ich mich stundenlang mit einer Theorie auseinandersetze, nehme ich die Dinge lieber gleich in die Hand und schaue, wie ich voran komme, hole mir auf dem Weg zum Ziel links und rechts Hilfe in jeglicher Form.

So ging es mir auch, als ich mein Heft „1610 – Alle Beiträge aus 2019“ designt habe. Nie zuvor hatte ich Berührungspunkte mit einem Layout- und Designprogramm. Dementsprechend saß ich am Anfang planlos vor meinem MacBook. Wo fang ich an? Wo hör ich auf? Farbcodes? Druckeinstellungen? Beschnitt?
Aiaiaiaiai!
Auf viele meiner offenen Fragen habe ich Antworten im Internet gefunden. Es ist ein wunderbarer Ort um sich neue Skills anzueignen. Es gibt Youtube Videos. Leute geben ihr Wissen auf Blogs und in Foren preis. Mit ein wenig Zeit, Geduld und der nötigen Portion Neugierde bin ich schneller voran gekommen, als am Anfang erwartet. Mit der Theorie des Programms.

Doch wie sieht eigentlich ein schickes Design aus? Wie baut man so ein Heft auf? Wo lässt man es drucken?

Für all diese Fragen hatte ich einen stillen Lehrer, welcher all die Stunden in physischer Form neben mir lag und ohne welchen ich am Ende nicht ans Ziel gekommen wäre!

„Chef? Komm heut nich.“
Das Heft ‚Chef? Komm heut nich.“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Freunden, deren große Leidenschaft es ist, all die Fußballstadien dieser Welt zu besichtigen und anschließend Berichte darüber zu schreiben. Wie der Zufall es so will, gehört mein Kumpel Benni diesem Kreis an. Er hat mir Anfang des Jahres ein Exemplar in die Hand gedrückt und so nahm dann meine Geschichte ihren Lauf.

Für mich als Laie ist es eine perfekte Umsetzung. Die Anordnung der Bilder und der Berichte. Keine Seite gleicht der anderen. Für mich war dieses Heft eine riesengroße Inspirationsquelle und wer genau hinschaut, findet vielleicht auch die eine oder andere Übereinstimmung. Ich fand einzelne Details so genial und wollte diese auch unbedingt in meinem Heft haben. Stundenlang habe ich mit InDesign gespielt, bis ich den Dreh am Ende raus hatte.

Am Wochenende durfte ich zu meiner großen Freude einige von den Jungs kennenlernen. Ich kann es nur immer wieder sagen. DANKE!

Was will ich Euch jetzt damit sagen?
Ich will Euch Mut machen! Das was andere können, das könnt ihr auch!
Gibt es etwas, dass ihr unbedingt schon immer einmal ausprobieren wolltet? Etwas das andere in dieser Art und Weise vielleicht schon machen und was ihr unheimlich bewundernswert findet? Dann ran an den Speck.
Probiert Euch aus! Setzt Euch mit der Thematik auseinander! Recherchiert! Macht Euch schlau! Sucht Euch Inspiration! Sucht Euch Lehrer! – Eines kann ich Euch mit Gewissheit sagen, jeder der etwas mit voller Leidenschaft ausführt, der gibt dieses Wissen auch mit voller Leidenschaft ohne Fragen und ohne Forderungen gerne weiter. Denn richtige Leader sind da, um das Beste aus Euch heraus zu holen und die Erfolge feiert man dann am Ende gemeinsam.

P.S. Leider bin ich noch eine kleine Aufgabe vom Wochenende säumig. Sollte einer von Euch Hobbyautoren dies hier lesen und sich dem Heft ‚Chef? Komm heut nich.‘ zugehörig fühlen, dann schick mir doch bitte an moin@einehandbreitwasseruntermkiel.com ein Foto von Dir und 2 Deiner Mitstreiter und ich erweitere anschließend meine Skills in Photoshop.

Am Rande – Let’s get married!

Ich hatte es letzte Woche schon kurz bei Instagram angedeutet.

Ich liebe es Gast auf Hochzeiten zu sein!

Wann gibt es heutzutage noch so durchweg positive Erlebnisse!? Okay, ein bis zwei könnte ich vielleicht noch aufzählen, aber Hochzeiten stehen für mich an erster Stelle.
Diese Liebe die auf Hochzeiten in der Luft liegt, dieses Mitgefühl, die Hingabe, mit welcher sich das Hochzeitspaar ansieht und welche sich zu 100% auf die Gäste überträgt, diese Gelassenheit, dieses Glück, es gibt keinen Platz für negative Einflüsse, Tränen, die mehr Freude nicht ausdrücken könnten.
Ich könnte noch ewig so weitermachen. Es ist einfach jedes Mal ein unheimlich ansteckender Tag. Alle sind glücklich, alle haben ein Lachen im Gesicht, alle freuen sich bedingungslos für das Paar.

Hach… heiratet mehr!

1610 – 37. Mach Deine Scheiße Tag!

Die beste Erfindung seit es Finn Kliemann gibt!

Wer kennt es nicht? Man ist frisch in seine Wohnung oder sein Haus eingezogen und verbringt die ersten Wochen damit, alle Kartons auszupacken und alles schick zu machen. Da man aber nicht immer gleich das passende Möbelstück, den passenden Lampenschirm oder die passenden Schrauben parat hat, muss an einigen Baustellen erstmal das Provisorium herhalten bzw. wird dieser Punkt auch erst einmal komplett ruhen gelassen – das machen wir später!
Und wie es dann immer so ist: Nichts hält länger als ein Provisorium und auf einmal ist schon wieder ein Jahr ins Land gezogen.

Und genau dafür hat Finn Kliemann den sogenannten „Mach Deine Scheiße Tag“ ins Leben gerufen. An diesem Tag erledigt man all die Sachen, welche immer liegen bleiben, aber gemacht werden müss(t)en.

Wir haben mit Sicherheit auch in unserer Wohnung genügend von diesen Baustellen, aber, das machen wir später! Am Samstag haben wir den Mach Deine Scheiße Tag unserem Bulli gewidmet.

Wir hatten damals große Umbaupläne. Wir haben am Anfang alles ganz akribisch umgesetzt und dann kam der Zeitpunkt, an dem wir ein Bett hatten. Mit dem Tag, an dem wir so richtig bequem im Bulli schlafen konnten, haben wir nicht mehr so wirklich irgendetwas umgesetzt. Hier ein Provisorium, da ein Provisorium und auf ging die Reise. Ein paar Dinge sind mir schon von Beginn an ins Auge gefallen, welche umbedingt gemacht werden mussten, aber dann war das Wochenende auch wieder vorbei und die Dinge störten nicht mehr. Aus den Augen, aus dem Sinn.

All diesen kleinen Baustellen haben wir uns Samstag gewidmet. Am Anfang sind wir noch ein wenig schwerfällig in den Tag gestartet. Wie soll die Stimmung auch sein, wenn es aus Eimern schüttet? Am frühen Vormittag waren wir dann jedoch startklar und sind zunächst in den Baumarkt gefahren. Ein paar kleine Besorgungen später fanden wir uns vor einem halb leeren Bulli vor und das fröhliche Basteln konnte beginnen.
Wir haben ein längeres Kabel zu unserem Solarpanel verlegt, welches nun unsichtbar hinter unseren Schränken verschwinden und nicht mehr quer, wie ein Wäscheleine, durch den gesamten Raum hängt. Wir haben den Übergang zwischen den Holzpaneelen verfugt und werden nun nicht mehr von unsauberen Übergängen angelacht. Wir haben die Schrankfronten endlich mit den Korpussen verschraubt und diesen noch einen kleinen Anstrich verpasst. Jetzt halten sie endlich auch, wenn das Bett mal nicht im Bulli ist. Zudem kamen noch ein paar kleine Gefahrenquellen dazu, welche nur aufgefallen sind, wenn wir mit meinen Nichten campen waren. Auch diese gibt es jetzt nicht mehr.

Besser hätte dieser verregnete Samstag nicht laufen können. Alle leidigen Baustellen sind weg. Immer wieder haben wir uns gesagt, das machen wir beim nächsten Mal. Jetzt haben wir einmal die Arschbacken zusammengekniffen, haben unsere Zeit nicht in die „schönen Dinge des Lebens“ investiert (surfen, campen, usw.) und waren am Ende des Tages einfach super glücklich und zufrieden.
Auch die lästigen Sachen zu Ende bringen, hat am Ende des Tages etwas super erfüllendes!

Wann finden Dein nächster Mach Deine Scheiße Tag statt?

Am Rande – Buch der Woche: Luca Di Fulvio – Als das Leben unsere Träume fand
(05/2020)

Luca Di Fulvio gehört schon seit einigen Jahren zu meinen Lieblingsautoren. Ich habe bisher jedes seiner Bücher aus dieser Reihe gelesen und somit durfte sein neuestes Werk in meinem Lesestapel nicht fehlen.

Eins muss ich vorwegnehmen: Das Buch ist nichts für sensible Gemüter!
Die Rezensionen auf Amazon sind aufgrund der Brutalität der Geschichte teilweise nur mit einem Stern ausgefallen.
Ich kann mir vorstellen, dass das Buch „Als das Leben unsere Träume fand“ für einige besonders schwer zu verdauen war, da es hier u.a. um Prostitution und Mädchenhandel Anfang des 20. Jahrhunderts geht.
Wer bereits die 3 Bücher zuvor gelesen hat, dem dürfte diese Brutalität jedoch nicht Neu sein. Es ist die Art von Luca Di Fulvio und das macht seine Geschichten am Ende aus.

Ich habe die 763 Seiten ruckzuck verschlungen. Da es i.d.R. immer ein Happy End gibt, wollte ich unbedingt wissen, wie es weiter geht und konnte das Buch teilweise nicht aus der Hand legen. Es ist spannend und kurzweilig geschrieben und am Ende gab es den erwarteten glücklichen Ausgang.

Besonders gefallen hat mir, dass eine der Protagonistinnen das Schreiben für sich entdeckt und damit am Ende bekannt wurde. Vielleicht habe ich mich ein wenig in dieser Person wiedergefunden… Auf jeden Fall habe ich neuen Mut für meine Kolumne mitgenommen.

Denn ihr Vater hatte ihr beigebracht, dass jeder Mensch mehr noch das Recht als die Pflicht hat, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Und sie war jetzt hier, weil sie mit ihrem eigenen Kopf einige Entscheidungen getroffen hatte. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob diese Entscheidungen richtig oder falsch gewesen waren.

S. 238

1610 – 36. Heute mach‘ ich blau!

Es gibt Wochen, in denen kreiere ich meine Kolumne fast ohne darüber nachzudenken. Ein kleiner Spaziergang und eine ausgiebige Dusche später weiß ich Wort für Wort, was ihr am kommenden Montag zu lesen bekommt und muss es nur noch fix runter schreiben.
Und dann gibt es so Wochen wie die Letzte. Zuerst war ich krank, dann kamen wundervolle familiäre Verpflichtungen dazu und dann war auch noch Wind. Es ist jetzt Sonntag Abend und die Uhr zeigt 22:32 Uhr an. Wer mich etwas besser kennt, der weiß, dass ich eigentlich schon seit einer halben Stunde schlafen würde/müsste.
Die Verlockung war sehr groß, morgen einfach einmal blau zu machen.

Eine kurze Umfrage in meiner Instagram Story, bei welcher ich von Euch wissen wollte, ob ich lieber noch schnell in die Tasten hauen oder einfach gemütlich Polizeiruf 110 schauen sollte, bestätigte mein Vorhaben. So gut wie alle hatten Verständnis für mein kleines Zeitproblem, obwohl ich die Gründe noch nicht einmal dargelegt hatte. Und dann kam mir ein Zitat aus einem Interview in dem Süddeutsche Zeitung Magazin in den Sinn und nun habe ich den Laptop doch noch mit ins Bett genommen.

Es ist nicht der Einzelne, der gestresst ist, wir leben in einer Kultur, die in sich fragmentiert, zerrissen, anstrengend, eben unruhig ist, in einer Gesellschaft, die sich als ruhe- und rastlos präsentiert. Wenn ich zu einem Nachbarn oder Freund sage: „Ich muss los“, werde ich sofort verstanden, weil wir alle Leute sind, die demnächst losmüssen.

Interview im SZ Magazin mit Ralf Konersmann

Und dem kann ich nichts mehr hinzufügen.
Ich bin die Erste, die absoluten Verständnis hat, wenn jemand zu spät kommt, wenn jemand keine Zeit hat, wenn jemand kurzfristig ein Treffen verschiebt.
Manches Mal bin ich traurig, aber da ich selber zu gut weiß, wie es ist, keine Zeit zu haben, schaue ich drüber hinweg und freue mich auf das nächste Mal.
Manches Mal bin ich erleichtert, weil auch ich nicht so richtig Zeit gehabt hätte, weil der Schuh auch noch an einer anderen Stelle drückt und ich nun so gelassener diese Delle beheben kann.

Aber, sind wir mal ehrlich, es sind doch überwiegend immer nur die fürs eigentliche Leben – Genuss, Freude, Leichtigkeit – nicht relevanten Zeitfresser, die uns die Zeit für die Nachbarn und die Freunde nehmen, die uns rastlos werden lassen.
Manches Mal wünsche ich mir eine 2. Corona Welle, einfach nur, um sich nichts vornehmen zu können und mal wieder Zeit zu haben. Leider habe ich nämlich jetzt schon wieder das Gefühl, dass von diesem Aufbruch oder auch Umdenken nichts hängen geblieben ist.

In diesem Sinne:
Wenn ich das nächste Mal sagen will: „Ich muss los!“, werde ich mich hoffentlich an meine Worte von heute erinnern und anstatt dessen sagen: „Heute mach ich blau!“.

Am Rande (Dazu passend) – Was ich nicht mehr mache:

Studieren.
Wenn die Fernuni Hagen in ihrer Studienbeschreibung schreibt, dass man für ein Halbtagsstudium 20 Stunden Zeitaufwand in der Woche benötigt, dann meint die Fernuni Hagen das auch so.

Anfangs war meine Euphorie noch sehr groß und ich habe die Bearbeitung der Module ganz gut in meinen Alltag integriert bekommen. Jedoch bin ich nach nur wenigen Wochen immer mehr in Verzug geraten.
Ich bin meiner normalen Arbeit (35h) nachgegangen, ich stecke mittlerweile immer mehr Zeit in diesen Blog (15h), ich habe ein wundervolles Privatleben und verbringe liebend gerne Zeit mit meinem Partner, mit meinen Freunden und meinen quirligen Nichten. Noch einmal zusätzliche 20 Stunden haben ich mit all dem nicht vereinbart bekommen.

Zudem gibt es pro Semester immer nur einen Prüfungstermin, an welchem man persönlich anwesend sein muss. Dieser fiel passenderweise immer genau in unseren Urlaub, welchen wir nie einfach zuhause abbummeln.

Ich bin nach wie vor sehr an dem Thema Psychologie und vor allem an dem Teilgebiet Arbeitspsychologie interessiert. Die Fernuni Hagen war für die Erweiterung meiner Kenntnisse aber am Ende nicht der richtige Weg.

Ich halte weiter Ausschau und vielleicht findet sich ja bald für den Einstieg erst einmal eine passende Weiterbildung.

P.S. Ich ziehe meinen Hut vor all Euch Menschen da draußen, die neben der Arbeit solch ein Studium durchziehen. Mit Anfang 20 fiel mir das noch leicht und ich habe das irgendwie abgetan. Mit Anfang 30 merke ich, dass man dies nicht einfach mit links und 40 Fieber durchziehen kann.
Seid stolz auf Euch und erobert Euch Euer Leben zurück, wenn ihr diesen Meilenstein geschafft habt.

1610 – 35. Himmel, Arsch und Zwirn!

Mist! Scheiße! Dreck! Kacke!
Das sind die Worte, die meinen Samstag ziemlich gut beschreiben.

Um es einmal kurz zu sagen, die 23. Kalenderwoche hatte so ganz schön ihre Tücken. Aus diesem Grund habe ich mich riesig gefreut, dass für Samstag Wind angesagt war und wir uns Freitag Abend kurzerhand in den Bulli gesetzt haben und nach Saal gefahren sind. Dort haben wir einen richtig schönen Abend mit Freunden und UNO und Popcorn und dem Sonnenuntergang direkt am Wasser verbracht. Meine Stimmung war wieder auf dem aufsteigenden Ast und zu den Stimmen von ‚ZEIT Verbrechen‘ bin ich noch vor um 12 selig eingeschlummert.

Und dann kam Samstag. Wir haben unser Surfmaterial aufgebaut und die Windvorhersage beobachtet. Der Anfangs noch starke Wind sollte am Vormittag etwas abnehmen. So haben wir uns noch unter der Bettdecke eingekuschelt erst einmal den Kaffee schmecken lassen. Gegen halb 11 ging es dann in die Neoprenanzüge und aufs Wasser. So richtig voller Euphorie war ich schon den ganzen Morgen nicht, aber ich habe mich dann letztendlich überreden lassen. Ich weiß ja selber zu gut, wie guuuuuut so eine Surfsession tut. Leider tut sie das nur nicht, wenn der Kopf nicht frei und der Wind immer noch viel zu kräftig ist. Es funktionierte nichts! Einfach nichts! Das Wasser war zu tief für meinen bisher erst halb perfektionierten Beachstart, die Wellen waren zu kräftig, als dass ich sie auf meinem kleinen Board fürs Segel hochziehen hätte ausbalancieren können. Frustlevel 1. Meine nächste Strategie war abgucken. Wie stellen die anderen es an? Einer nach dem anderen schwang sich neben mir gekonnt und mit voller Leichtigkeit auf sein Brett und war weg. Ich habe mir die Techniken angesehen und es noch einmal versucht. Ich habe nur im Wasser gelegen. Frustlevel 2. Mein Limit war erreicht und der ganze Tag im Eimer.

Ich habe noch eine ganze Weile am Wasser gesessen und den unzähligen Wind- und Kitesurfern zugesehen. Vereinzelt hat einer von ihnen seinen Platz erschöpft neben mir gefunden und sich über die katastrophalen Windbedingungen an diesem Vormittag ausgelassen.

Hat das mein ‚Versagen‘ an diesem morgen aufgewertet? Nicht wirklich. So gerne wäre ich über das Wasser geglitten und hätte mir dabei den Kopf frei pusten lassen. So wie all die anderen…

Mittlerweile bin ich wieder etwas zur Ruhe gekommen und selbstreflektiert wie ich bin, versuche ich zu verstehen, was da eigentlich passiert ist?!
Vielleicht hätte ich mit meiner halben Lust gar nicht erst aufs Wasser gehen sollen. Hätte ich einfach in der Sonne sitzend ein Buch gelesen, wäre ich vielleicht etwas neidisch gewesen, aber bei weitem nicht so deprimiert, wie ich es jetzt bin. Hätte…
Wessen ich mir ziemlich sicher bin: Hör auf zu vergleichen, Dir zu viel Druck zu machen oder was auch immer da in Dich gefahren ist, Claudia! Ich stehe erst seit einem Jahr auf dem Brett. Für Anfänger sind über 20 Knoten einfach nicht geeignet. Ich gehe surfen, weil ich einen Heidenspaß daran habe und nicht, weil ich irgendwo auf dem Treppchen stehen will.

Knoten für Knoten. Windstärke für Windstärke. Beaufort für Beaufort.

Am Rande – Buch der Woche: Yvon Chouinard – Let my people go surfing
(04/2020)

Wem von Euch der Autor bisher kein Begriff war, der kennt vielleicht schon eher sein Outdoor Kleidungs- und Ausrüstungsunternehmen Patagonia.

Ich bin mal wieder durch eine LinkedIn Empfehlung auf das Buch aufmerksam geworden und was soll ich sagen, am liebsten würde ich nur noch Patagonia Kleidung tragen und zudem dort arbeiten.

Im ersten Teil des Buches geht es um die Geschichte von Yvon Chouinard, dem Gründer von Patagonia. Im zweiten Teil wird die Unternehmensphilosophie beschrieben – let my people go surfing!

Was passiert, wenn man seine Leidenschaft zum Beruf macht? Wie handelt ein Unternehmen, wenn es sich bei dieser Leidenschaft um einen Sport handelt, welchen man nur in Einklang mit Mutter Erde ausüben kann? Was passiert mit dem Unternehmenserfolg, wenn man erkannt hat, dass die Mitarbeiter der relevanteste Faktor für genau diesen Erfolg sind?

Offen und ehrlich geht es in diesem Buch nicht nur darum, dass die Mitarbeiter sich ihre Zeit frei einteilen können, um auch ja nicht die einzige Stunde der besten Surfmöglichkeit mitten am Tag zu verpassen.

Our policy has always allowed employees to work flexible hours, as long as the work gets done with no negative impacts on others.

This has led to our Let My People Go Surfing flextime policy. Employees take advantage of this policy to catch a good swell, or go bouldering for an afternoon, pursue an education, or get home in time to greet the kids when they climb down from school bus. This flexibility allows us to keep valuable employees who love their freedom and sports too much to settle for the constraints of a more regimented work environment.

Es wird auch aufgezeigt, wie Patagonia beispielsweise über mehrere Jahre konsequent daran gearbeitet hat, seine Textilien nur noch in Fabriken herstellen zu lassen, welche im Einklang mit der Natur agieren.

Das Unternehmen ist ein wunderschönes Beispiel dafür, dass es in der heutigen Welt nicht nur um Profit, sondern auch um den Mensch und die Natur gehen kann.

In 1996, we pledged to give 1 percent of our sales, meaning that wether we made money or not, whether we had a great year or a bad one, we had to give. It became not so much charity as a self-imposed „earth-tax“ for living on the planet, using up resources, and being part of the problem.

1610 – 34. Krebs kennt keine Pause!

Eigentlich wollte ich Ende Mai die beachtlichen 1.600 (!!!) Aufrufe in diesem Monat mit Euch feiern.

Heute zum World Blood Cancer Day möchte ich aber viel lieber, dass sich jeder von Euch 1.600 lieben Menschen bei der DKMS als Spender registriert!
Dies geht ganz schnell, ist super einfach und tut gar nicht weh.

Bis gestern waren nur 50% unseres Haushaltes bei der DKMS gemeldet und in noch nicht einmal 5 Minuten, ach was sage ich, 3 Minuten (!) haben wir die 100% voll gemacht.

Ein schneller Klick auf das Logo und ihr seid schon auf der Homepage!

Ich werde heute jeden einzelnen Cent Eurer Bestellung an die DKMS spenden!
Da das Lager noch etwas voller ist, als ursprünglich erwartet, könnt ihr unter dem Menüpunkt Räubern oder direkt in diesem Beitrag liebend gerne alles leer kaufen!

Heft „1610 – Alle Beiträge aus 2019“

Auf die Hand! In dem Heft findest Du noch einmal alle meine Beiträge aus dem Jahr 2019 zum Nachlesen. 112 Seiten. Recyclingpapier. Limitierte Auflage von 100 Stück. Preis inkl. Verpackung und Versand. Versandfertig in ca. 3-5 Werktagen.

€16,10

1610 – 33. Du bist nicht Dein Job!

Immer wieder erwische ich mich dabei, wie sich mein Leben auf Arbeit auf mein Privatleben auswirkt.

Früh wurde mir beigebracht, dass ich nur mit greifbaren Erfolgen etwas wert bin.
In der Bank war es so, je erfolgreicher Du warst, d.h. je mehr Du verkauft hast, desto höher wurdest Du auf das Treppchen gestellt, desto mehr Anerkennung, mehr Geld hast Du bekommen. In jedem Mitarbeitergespräch wurde ich gefragt: „Wo siehst Du Dich in 5 Jahren?“ – Die Antwort zielte immer auf eine weitaus höhere Position ab, auch wenn es gar nicht das war, was ich wirklich wollte, aber nur dann wurde man wahr genommen. Je ambitionierter das Ziel, desto mehr musst Du dafür machen und desto mehr stellst Du irgendwann Dein Arbeitsleben über Dein Privatleben.
Und was ist, wenn Du aufgrund Deinem natürlichen Wesens diesem Druck gar nicht gewachsen bist? Was ist, wenn Du eine Person bist, die introvertiert lieber in kleinen Schritten voran kommt? – Du kannst Glück haben und unbemerkt Dein Ding machen, viel Wertschätzung wirst Du dafür aber nicht erfahren.

So war die Situation vor knapp 10 Jahren. Vielleicht gab es mittlerweile schon einen Wandel. Ich wünsche es mir sehr.
Ich konnte mich immer irgendwie, man muss es so sagen, durchmogeln. Ich stand mit meinen Kollegen oben auf dem Treppchen und habe die Wertschätzung erhalten, die ohne Ausnahme jedem Einzelnen Mitarbeiter einer Firma zustehen sollte. Denn auch die „Schwächeren“ haben einen Beitrag zu dem Gesamterfolg geleistet. Mir hat dies, je älter ich wurde, mehr und mehr zu schaffen gemacht. Ich merkte, dass ich damit nicht umgehen kann, dass mich diese Wettkampfumgebung unglücklich macht. Ich bin nicht höher, weiter, schneller, Ellenbogen! Ich bin gemeinsam Hand in Hand niemanden auf der Strecke lassen.

Und auch heute erwische ich mich wie beispielweise in meinem Job zuvor noch dabei, wie ich wieder diesen Durst nach Anerkennung verspüre. Nimm mich wahr, schenke mir Lorbeeren, ich arbeite doch so emsig wie es nur geht! Und wenn ich dann nicht das zurückerhalte, was ich mir in diesem Moment so sehr wünsche, bekomme ich schlechte Laune, bin ich enttäuscht und diese Enttäuschung schüttele ich nicht vor der Hauseingangstür ab. Ich rede über nichts anderes und bin traurig, obwohl doch zuhause alles wunderbar ist.

Schauen wir uns mal den Lebenszyklus an. Wir wachsen als Kinder wohl behütet im Kreise unserer Familie auf. Wir spielen sorglos mit unseren Freunden. Sie alle bekommen unsere beste Version zu Gesicht. Und später im Rentenalter, dort gibt es keinen Job mehr! Dort liegt der Fokus wieder auf der Familie, auf dem Genießen, auf dem Glücklich sein.
Wieso machen wir es uns in den Jahren dazwischen so schwer?

Unsere Freunde und unsere Familie sind es, die uns immer den Rücken stärken, die uns auffangen, wenn es uns schlecht geht, die uns aufmuntern, die uns wertschätzen, die uns unterstützen, die mit uns lachen und mit uns weinen, welche wir mit den glücklichsten Momenten unseres Lebens verbinden. Und genau sie haben es verdient, dass wir ihnen mit einem breiten Lächeln entgegen treten und unbeschwert das Leben feiern.

Ich glaube es nimmt sich nicht viel, ob wir einen Job haben, der 100% unserer Leidenschaft entspricht oder ob wir einen Job haben, zu dem wir nur an 4 von 5 Tagen gerne fahren, schlechte Tage wird es immer geben. Das Wichtige ist, dass wir diese schlechten Tage nicht überwiegen und sich auf unser Privatleben auswirken lassen. Denn das ist das, was am Ende wirklich zählt!

Wenn mich heute jemand fragt, wo ich mich in 5 Jahren sehe, dann sage ich: „Ich sehe mich mit einem Gin Tonic in der Hängematte liegend das Leben genießen und habe einen Job, der mir nicht meine Energie raubt und welcher bestenfalls mit diesem Blog zu tun hat!“

Am Rande – Willst Du meine Greencard sein?

Mir ist aufgefallen, dass ich jede Woche eine/n Leser/in aus den USA habe.

(Exkurs: Du kannst Dich jederzeit ganz anonym auf meiner Homepage herumtreiben. Ich sehe lediglich wie viele Personen pro Tag/Woche/Monat/Jahr vorbeigeschaut haben und aus welchen Ländern die Aufrufe erfolgt sind.)

Es gibt so Orte und Länder die ziehen mich in ihren Bann. Dank des Work and Holiday Visums hatte ich bereits die wundervolle Möglichkeit für eine längere Zeit in Neuseeland zu leben. Ich konnte dort arbeiten und gleichzeitig Land und Leute kennenlernen.

Ebenso wie Neuseeland sind auch die USA so ein Land, an welches ich mein Herz verloren habe. Ich fühle mich dort einfach wohl. Die Mentalität, die Offenheit der Einheimischen fasziniert mich. Dazu noch die Vorstellung morgens mit einem Spaziergang am Pazifik in den Tag zu starten…
Ich würde diese Eindrücke gerne auch einmal für einen längeren Zeitraum einfangen wollen. 3 Wochen Urlaub sind dann doch immer viel zu schnell vorbei und ein längerer Aufenthalt ist für mich ohne zu arbeiten nicht finanzierbar. Leider gibt es für die USA kein Work and Holiday Visum. Aus diesem Grund würde ich gerne mehr über Dich erfahren!

Solltest Du nicht über einen Proxy Server auf meine Homepage zugreifen, sondern tatsächlich jede Woche aus den USA meine Beiträge lesen, würde ich mich riesig freuen, von Dir zu hören.
Wer bist Du? Was machst Du? Willst Du meine (& Christians) Greencard sein?

Für mich steht nun eine kleine Pfingstpause an. Wir lesen uns am 08.06.2020 wieder.
Solltest Du in der Zwischenzeit nicht auf meine Beiträge verzichten wollen, kann ich Dir unter dem Menüpunkt Räubern oder direkt in diesem Beitrag mein Heft mit allen Beiträgen des letzten Jahres ans Herz legen.

Heft „1610 – Alle Beiträge aus 2019“

Auf die Hand! In dem Heft findest Du noch einmal alle meine Beiträge aus dem Jahr 2019 zum Nachlesen. 112 Seiten. Recyclingpapier. Limitierte Auflage von 100 Stück. Preis inkl. Verpackung und Versand. Versandfertig in ca. 3-5 Werktagen.

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