1610 – 9. Wild’n’Fuerte #2

Was bisher geschah.
Die ersten Tage unseres Urlaubs auf Fuerteventura haben wir auf  2 Rädern, ohne Wind auf SUPs und mit Wind auf  Windsurfboards verbracht. Wer letzte Woche noch nicht dabei war, kann die Details hier noch einmal nachlesen.

Auch wenn ich an diesem Mittwochabend unheimlich erschöpft war, war es dennoch ein wunderschönes Gefühl. Wir haben den ganzen Tag am und im Wasser verbracht und sind dabei unserem Hobby nachgegangen.
Dies machte Vorfreude auf die letzten Tage.

Das Drama erreicht dann jedoch am Donnerstag seinen Höhepunkt. Ein Blick auf die Windvorhersage und auf die Fahnen der Surfschule verriet uns, dass der Wind noch etwas kräftiger war als am Vortag und wir konnten es kaum erwarten unsere Neoprenanzüge anzuziehen und ins kühle Nass zu springen. Dies wurde uns aber  untersagt. Im Gegensatz zum beispielsweise Saaler Bodden ist der Atlantik natürlich kein Stehrevier und an diesem Tag war der Wind so kräftig, dass die Surfschule (zu unserer eigenen Sicherheit) einen Wasserstart für den Verleih von Surfmaterial voraussetze. Man hat uns unsere enttäuschten Gesichter wohl angesehen und uns noch Hoffnung auf einen etwas mäßigeren Wind am Nachmittag gemacht. Somit saßen wir am Ende 3 Stunden lang am Ufer und haben den „Profis“ wehmütig dabei zugesehen, wie sie ihre Runden auf dem Atlantik drehten. Die Windstärke blieb durchweg konstant.
Die Laune war nicht mehr auf ein ertragbares Level zu bringen. Auch das vielfältige Abendbrotbuffet schmeckte an diesem Abend überhaupt nicht.
Die Enttäuschung war zu groß. Wir sind uns natürlich bewusst, dass der Atlantik schon eine große Hausnummer als Anfänger ist, leider erweckte aber der Internetauftritt der Surfschule den Eindruck, dass man den ganzen Tag auf der Lagune fahren kann und dies ist nicht der Fall. Diese füllt sich Gezeitenabhängig und ist max. 2 Stunden am Tag, 4-5 Tage die Woche befahrbar.
Da die Windvorhersage für unseren letzten Tag genauso aussah wie an diesem Tag entschieden wir uns vorab gegen das Surfen und Warten und stattdessen für das, was wir am besten können, einen kleinen Roadtrip.

Und dies war die vollkommen richtige Entscheidung.
Früh ging es für uns zur Autovermietung. Nach Übernahme des Renault Clio und dem Hinweis, dass die Versicherung nur auf Asphaltstraßen greift, ging es direkt die Schotterpiste entlang Richtung Süden.  Der kurvenreiche Anstieg führte uns zunächst nach Cofete. Dies ist ein kleiner, spartanischer Ort an der Westküste. Es ist erstaunlich was den Menschen zum Leben reicht und wie hoch doch unser eigener Standard ist. Landschaftlich haben mich die Berge und der raue Ozean ein wenig an Hawaii erinnert. Hier nur eben nicht saftig grün,  sondern grau in grau. Dennoch mindestens genauso schön und genauso beeindruckend!
Die anschließende Wanderung zu dem Roque del Moro brachte uns zu einem menschenleeren, kilometerbreiten Strand. Wir fühlten uns wie in einer Parallelwelt, konnten nicht glauben, dass wir dieses einzigartige Fleckchen Erde ganz für uns alleine hatten.

Den späten Nachmittag haben wir dann noch einmal komplett im Norden verbracht. In der Nähe des Ortes Corralejo findet man eine riesige Dünenlandschaft vor. Sand soweit das Auge reicht, rechts von einem an der Küste und ebenso links von einem im Landesinneren. Hier haben wir eine Weile die kraftvollen Wellen und die Wellenreiter beobachtet und zum Abschluss des Tages sind wir noch einmal eine Düne für den Sonnenuntergang hinaufgegangen.

Der Urlaub verlief nicht so wie wir es Anfangs geplant hatten, aber ein Glück sind wir improvisieren gewohnt und können den Blick trotz Niedergeschlagenheit schnell in eine Richtung wenden und nach Alternativen suchen. Somit hatten wir am Ende trotz allem einen klasse Urlaub!

Die Kanarischen Inseln waren bisher nicht unbedingt eines meiner Wunschreisegebiete. Ich habe mich hier sehr gerne und dankend belehren lassen. Trotz der vielen Urlaubsflieger tagtäglich bekommt man von dem Massentourismus abseits der Urlaubsorte absolut nichts mit und findet eine landschaftliche wunderschöne Region, welche sehr viel Ruhe ausstrahlt, vor. Vielleicht auf bald, zum Inselhopping  während des deutschen Winters mit unserem Bulli.

1610 – 8. Wild’n’Fuerte #1

Heute geht es endlich mal wieder zurück zu meinen Ursprüngen. Den Reiseberichten.
Wir waren letzte Woche auf Fuerteventura und davon möchte ich Euch heute erzählen.

Die Idee der Reise war, dass wir noch einmal dem Herbst und dem nahenden Winter entfliehen wollten. Einfach eine Woche lang Sonne, Wärme und surfen. Für dieses Vorhaben bot sich eine Pauschalreise nach Fuerteventura einfach super an. Hotel mit Halbpension und dem Surfspot direkt vor der Haustür.
Als wir die Reise dann vorletzten Samstag angetreten haben, fühlte es sich schon komisch an. Von Hamburg aus ging es knappe 5 Stunden mit dem Flugzeug auf die Insel, wo der Bus zum Hotel bereits auf uns wartete. Dort angekommen checkten wir in unser Zimmer mit einem prägnanten 90er Jahre Charme ein. Frühstück gibts von 08:00 Uhr bis 10:30 Uhr und Abendbrot von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Alles war durchdacht. Wir steuerten nach unserer Ankunft etwas neben der Spur zum Pool, zum Surfspot, zurück zur Poolbar. So richtig wohl habe ich mich nicht gefühlt, mir fehlte unser muckliger Bus, die Eigenständigkeit, die Planlosigkeit, die Zweisamkeit.

Da für die ersten Tage noch nicht wirklich Wind angesagt war, habe ich mich zu einer kleinen Roller-Tour überreden lassen. 220 km später auf einer Harley Davidson hat mir mein Po noch nie so weh getan. Bei einer Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 60 km/h habe ich mich sogar halbwegs wohl gefühlt und die Fahrt ein wenig genossen.
Fuerteventura ist karg, es gibt kaum Vegetation und einfach nur wunderwunderschön! Die Landschaft hat mich sehr beeindruckt, die meisten Orte außerhalb der Bettenburgen sich touristisch wenig überlaufen und überall liegt eine unbeschreibliche Ruhe in der Luft. Die Tour brachte uns zu den Höhlen von Ajuy und anschließend weiter in den kleinen Surferort El Cotillo.


Am nächsten morgen haben wir die Harley zurückgebracht. Diese hat uns ein deutscher Auswanderer vermietet. Bei Temperaturen um die 25 Grad und strahlendem Sonnenschein kamen auch bei uns die ersten Überwinterungsspinnereien in den Kopf.
Nach unserer Rückkehr im Hotel wehte immer noch kein Lüftchen. Also haben wir uns 2 SUPs ausgeliehen und auf diesen etwas im Wasser gespielt, versucht ein paar Wellen zu reiten. Der Blick vom Wasser auf die Insel, wieder einmal traumhaft.

Mittwoch ging es für uns früh hoch. Noch im dunklen verließen wir unser Zimmer und schlenderten einfach die Küste entlang Richtung Süden um uns den Sonnenaufgang anzuschauen.
Und dann war da nach dem Frühstück doch tatsächlich Wind. Voller Euphorie stürmten wir mit unserem Equipment in den Atlantik und dann, ging einfach nichts. Es herrschte auflandiger Wind, Weißwasser im gesamtem Stehbereich. Ich bin nicht einen Meter gefahren und lag nach 45 Minuten fix und fertig am Strand.
Am Nachmittag, mit der Flut, war dann die vor dem Haus liegende Lagune mit Wasser gefüllt und wir starteten einen neuen Versuch und nun waren auch endlich Fortschritte zu erkennen. Der mir zuvor nie gelungene Beachstart funktionierte am Ende des Tages ganz gut. Kaputt und glücklich und zufrieden ging für uns der Tag zu Ende.

Fortsetzung folgt….

1610 – 7. Ich hab Geburtstag!

Wie damals, wie ein kleines Kind, freue ich mich wenn dieser Tag im Jahr ansteht.


Indirekt freue ich mich das ganze Jahr über auf diesen Tag. Jedes Mal wenn ich die Zahlenkombination lese, habe ich ein Lächeln im Gesicht. Wenn ich es nicht verpasse, weise ich nach einem Blick auf die Uhr auch frei heraus mein Umfeld darauf hin: „Es ist 16:10 Uhr!“
Direkt steigt die Vorfreude dann wenige Wochen vorher vermutlich stärker an als bei vielen anderen. Dann kommt es schon mal vor, dass ich mich selbst nicht mehr so richtig ernst nehmen kann, wenn ich meine Freunde / Kollegen zum x-ten Mal darauf hinweise, dass es nur noch wenige Tage sind.

Warum ist das so? – Auf der Suche nach einer Erklärung!

In erster Linie bin ich ein Freund davon den Wert nicht auf materielle Dinge zu legen. Trotzdem gibt es aber natürlich immer wieder etwas Materielles, dass ich sooo gerne hätte, weil es schön ist, weil es mein Leben erleichtert, weil ich denke, dass ich es brauche (meistens immerhin für eine Weile), …. Ich versuche nach und nach mir diese Wünsche nicht sofort direkt zu erfüllen, sondern sie mir dann zum Geburtstag oder auch zu Weihnachten zu wünschen. Eine kleine Liste kommt häufig zusammen und so bleibt es dann am Ende immer eine Überraschung, was es gibt.
Ich lasse mich einfach immer noch unheimlich gerne überraschen. In diesem Jahr z.B. von einem mintfarbenen Mini (Klapp) Fahrrad, welches morgens gleich zu einer aufgeregten Probefahrt in unserer Wohnung ran durfte. Zukünftig gehört dieses zur festen Ausstattung auf unseren Bulli-Touren.
Also, seid geduldig! Was auch immer ihr Euch wünscht, kauft es euch nicht sofort, setzt es auf die Liste. Das Glück darüber ist doppelt so groß, wenn Eure Lieben es euch mit Freude schenken können.

Und dann ist da noch ein anderer Punkt, auf den ich mich jedes Jahr riesig freue. Auf alle Gratulanten!
Je älter ich werde, desto wehmütiger werde ich über die fehlende Zeit. Wie des Öfteren erwähnt die fehlende Zeit für meinen Partner, aber auch die fehlende Zeit für meine Freunde, alte Weggefährten. Es ist im Alltag verdammt schwer den Kontakt zu vor allem weit entfernten Freunden aufrecht zu erhalten. Theoretisch ist eine Nachricht schnell getippt, abends ist der Kopf dann aber meistens doch zu voll, die Hände zu schwer.
Deswegen freue ich mich immer sehr über all die Nachrichten zu meinem Geburtstag und nehme mir dann auch ganz bewusst die Zeit, um Danke zu sagen und mal wieder zu erfragen, wie es dem anderen geht. Man kommt wieder bewusst in den Austausch, denkt aneinander und lässt den Kontakt nicht vollends abklingen.
Es mag traurig klingen, dass ich mir „nur“ zu meinem Geburtstag die Zeit nehme, ganz so ist es nicht, ich versuche auch immer wieder übers Jahr hinweg am Ball zu bleiben, aber ich glaube viele von Euch können nachvollziehen, wie schwierig es ist.
Deswegen ist mein 2. Appell für heute, nehmt Euch die Zeit und antwortet! Ihr bedeutet den Menschen etwas und genauso versucht daran zu denken, all denen zu gratulieren, die Euch etwas bedeuten, die ihr aber schon viel zu lange nicht gehört habt.

Mit diesen Worten beende ich meine Geburtstagswoche 2019 und verabschiede mich bis ÜBERNÄCHSTE Woche, denn nächste Woche sind wir im Urlaub.

DANKE! 🙂

1610 – 6. Weil ich ein Mädchen bin ?!


Ich hatte in den letzten Wochen eine Begegnung, welche mich ziemlich wütend gemacht hat. Zwei kleine Wörter waren ausreichend, um die ganze Vielfalt an Schimpfwörtern in meinem Wortschatz zum Ausdruck zu bringen. Ich bin wahrlich kein Freund von Schimpfwörtern, vor allem nicht in zwischenmenschlichen Beziehungen, aber hinter vor gehaltener Hand wirken sie ziemlich befreiend. Erst Recht, wenn man dies von dir nicht gewohnt ist und die im Raum Anwesenden aus Ehrfurcht nichts anderes mehr machen, als zustimmend zu nicken. 😉

Die Ausgangssituation war ein ganz normaler Arbeitstag. Ich habe einen Geschäftspartner, mit dem ich mich immer mal wieder rum ärgere, worüber ich dann aber auch schnell hinwegsehen kann. Diese Telefonate nehmen meisten nur einen winzig kleinen Teil meiner Arbeit ein und ich habe mittlerweile einfach verstanden, dass diese Person immer was zu meckern haben wird.
Ich hatte schon eine ganze Weile das Gefühl, dass meine Arbeit durch diese Person zwanghaft hinterfragt wird und nach jedem möglichen Fehler mit der Lupe gesucht wird. So auch an dem besagten Tag. Angeblich habe ich mehrere Fehler in einer Abrechnung gemacht. Dies konnte ich so nicht auf mir sitzen lassen und ich bat um die entsprechenden Nachweise, Gegenberechnungen. Ich habe mich kurz eingelesen und nach nur wenigen Klicks in Excel auch die Fehler gefunden. Nur gingen die Fehler nicht aus meiner Abrechnung hervor, sondern es waren einfache Rechenfehler meines Gegenübers. 4 von 5 Angelegenheiten konnte ich so widerlegen, die letzte war mir jedoch tatsächlich zuzuschreiben.
Ich verfasste eine freundliche EMail und erklärte den Sachverhalt, woraufhin binnen weniger Minuten noch einmal mein Telefon klingelte und mir einzig und allein folgender Satz in Erinnerung geblieben ist: „Jetzt hätten Sie junges Mädchen mich doch tatsächlich fast hinters Licht geführt!“

JUNGES MÄDCHEN! – Vielen Dank für das Kompliment!
Wir sind uns noch nie persönlich begegnet, er kennt einzig und allein meine Stimme. Was fällt ihm ein über mich zu urteilen?! Welches Recht hat er, mich auf eine niedrigere Stufe zu stellen? Um es nur einmal rein fachlich zu betrachten: Ich bin 30 Jahre alt, ich habe seit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung, ich habe eine Ausbildung, ich habe studiert.
Ich war ausßer mir und habe dann so reagiert, wie ich es wohl zuvor noch nie gemacht habe. Ich habe ihn sachlich darauf hingewiesen, dass dies nicht angebracht war, habe ihm den Sachverhalt erklärt und ihn darum gebeten, mir als FRAU den nötigen Respekt entgegen zu bringen.
Ich hörte nur noch ein kurzes So-war-das-nicht-gemeint-Stottern und habe das Telefonat beendet.

Arschloch! Punkt.

Die Schimpfwörter konnte ich mir dann, wie eingangs beschrieben, nicht verklemmen, nur waren diese meine Kollegen vorbehalten.
Ich war sehr verärgert, aber ich habe mich auch gut gefühlt. Lange Zeit konnte ich überhaupt nicht kontern, habe lieber klein beigegeben und den Frust mit mir ausgemacht. Hätte ich es in dieser Situation so gehandhabt, hätte ich die Zügel vollends aus der Hand gegeben.

Vermutlich, ich wünsche es mir, sind diese Persönlichkeiten (Ich will dieses Verhalten nicht rein Männern zu schreiben) eine Ausnahme. Dennoch gibt es sie und deswegen gilt es in solchen Situation eine Regel zu beachten: Macht den Mund auf!
Ihr seid da, wo ihr gerade in Eurem Leben seid, sei es beruflich oder privat, nicht ohne Grund und darauf könnt ihr stolz sein, dies dürft ihr selbstbewusst präsentieren und dazu steht ihr!

1610 – 5. „Ich möchte mehr Zeit!“, sagte sie und ging studieren…

Wenn ich mich an meine Schulzeit zurückerinnere, erinnere ich mich an Mitschüler, welche früh wussten, welchen Job sie einmal ausführen möchten und sogleich alles dafür getan haben.
Einige von diesen Mitschülern sind heute, 11 Jahre nach unserem Schulabschluss, in diesem Job tätig und genauso enthusiastisch wie damals.
Ich zählte nicht zu dieser Gruppe. Ich gehörte zu denen, die alles auf sich zukommen ließen, die lieber unter der Woche bis das Licht anging im Club waren und ohne großen Aufwand, aber auch nicht mit den besten Noten, das Abitur bestanden haben.

Meine „Berufung“ war nie eine frühe Eingebung, meine „Berufung“ ist ein Weg aus Erfahrungen und Erkenntnissen und aus Loslassen.

Auch nach dem Abitur wusste ich immer noch nicht, was ich mit meiner Zunkunft anfangen möchte. Ich habe mich mit der erstbesten Option zufrieden gegeben und eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert. Ziemlich schnell hatte ich mich an die finanzielle Unabhängigkeit gewöhnt und bin so in die Festanstellung als Beraterin geschlittert. Glücklich war ich damit nie. Die kaufmännische Richtung hat mir durchaus gefallen, aber das Verkaufen von Konten und Versicherungen hat mir unzählige schlaflose Nächte bereitet.
Ich musste etwas ändern, darauf aufbauen und somit befand ich mich in einem berufsbegleitendem BWL Studium wieder. Die erlernten Kenntnisse konnte ich dann auch als Assistentin der Geschäftsleitung anwenden, aber so richtig erfüllt hat mich auch diese Position nicht. Ich war zwar nicht mehr an der Front, aber immer noch in der Bank. Nach nur wenigen Monaten habe ich meine Kündigung eingereicht.
Ich hatte die Hoffnung, dass ich auf meiner anschließenden Weltreise die erwünschte Erleuchtung erlange. Ich habe meinen Horizont erweitert, neue Länder und Kulturen kennengelernt, Unmengen an neuen Erfahrungen gesammelt, aber eine Erleuchtung erfuhr ich nicht. Ich konnte die Vorstellung von meiner Berufung freilich etwas näher einkreisen, einen genauen Weg hatte ich jedoch nicht vor Augen.
Und somit habe ich mich nach meiner Rückkehr wieder ausprobiert. Der erste Job hat mir weniger zugesagt, hat mir aber wiederum die Tür für den Folgenden geöffnet. Als Projektmanagerin in der medizinischen Forschung habe ich mich mit meiner Tätigkeit sehr wohl gefühlt, nur leider machte mir dort die Arbeitsumgebung einen Strich durch die Rechnung…

Und dann kommt irgendwann der Punkt an dem man anfängt zu zweifeln. Wer bin ich und was mache ich hier? Wieso komme ich nicht an? Wieso kann ich mich nicht einfach zufrieden geben?
Ich habe immer mal wieder überlegt, ob ich nochmal ein Studium aufnehme, was ganz anderes. Der Gedanke daran, dass ich ja dann schon Mitte dreißig bin, wenn ich dieses abschließe, hat mich aber jedes Mal davon abgehalten… bis zu dem Zeitpunkt in diesem Jahr, als ich mich mit einer Freundin gestritten habe.

Kurzum ging es darum, dass ich um Rat gebeten wurde, mit meinem psychologischen Alltagswissen/vermutungen reagiert habe und am Ende nicht Ernst genommen wurde, da es sich um Westentaschenwissen und nicht um wissenschaftlich fundiertes Wissen handelte.
Wenn man diesen Sachverhalt näher betrachtet, ist dies volkommen richtig. Ich interessiere mich sehr für psychologische Zusammenhänge, belese mich und versuche dann nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln, richtig „gelernt“ habe ich dies aber nicht.
Und dann habe ich mich von dem Gedanken gelöst, dass ich ja schon Mitte dreißig bin, wenn ich jetzt ein Studium beginne und habe mich einfach eingeschrieben. Ich Interessiere mich brennend für dieses Thema, liebe es darüber zu philosophieren, wieso mache ich mir also diese sogenannte intrinsische Motivation nicht zu Nutze?

Seit dem 01.10.2019 studiere ich nun also Psychologie an der Fernuni Hagen. Nebenberuflich. Ich arbeite nach wie vor in der kaufmännischen Betriebsführung, denn wie Anfangs erwähnt, fühle ich mich grundsätzlich in diesem Gebiet und vor allem bei meinem jetzigen Arbeitgeber gut aufgehoben. Dennoch habe ich mit dem Entschluss das Studium zu beginnen und der Zuversicht, dass ich die beiden Bereiche in der Zukunft vereinen kann, noch mehr Zufriedenheit erlangt. Denn meine Berufung ist keine Eingebung, sondern wie ich herausgefunden habe, ein Weg.
Stück für Stück werde ich diesen gehen und vielleicht in 10 Jahren wieder ein ganz andere Richtung einschlagen, aber was ist daran schlimm, so lange es mich glücklich macht!?

Solltet auch ihr Euch in diesen Zeilen wiederfinden, das Gefühl zu haben, auch nach Jahren noch nicht den passenden Job auszuführen, dann gebt nicht auf, fangt Neues an, scheitert und steht wieder auf, folgt Eurer Intuition und Eurer intrinsischen Motivation.
Es ist vollkommen Okay den Karrierepfad mit Bergen und Tälern und nicht die Karriereleiter zu gehen.



1610 – 4. Tschüssikowski!

Ich bin beeinflussbar. Ich bin glücklich. Ich bin traurig. Ich bin sensibel. Ich bin intelligent. Ich bin naiv. Ich bin stark. Ich bin schwach. Aber vor allem bin ich beeinflussbar!

In der letzten Zeit hatte ich wieder öfter das Gefühl, dass es mir nicht gut geht. Schnell habe ich wieder unserem Urlaub „die Schuld“ gegeben. Diese wundervollen 2 Wochen mit Unmengen an Zeit für uns. Unmengen an Zeit für uns, da wir nicht arbeiten mussten, aber auch weil das Datenvolumen des Smartphones bei so einem Roadtrip begrenzt ist und wir das Handy dann doch die meiste Zeit links liegen lassen haben, unerreichbar waren, für unsere Freunde und für äußere Einflüsse.

Christian und ich haben uns die letzten Tage viel über meine Stimmung unterhalten und am Ende konnte ich für mich immerhin schon mal einen Störfaktor herauskristallisieren.
Social Media – Instagram und Facebook.

Denn seien wir mal ehrlich. Ich jammere über die Zeit, die wir im Alltag für uns nach Feierabend nicht haben, für Social Media habe ich aber Unmengen an Zeit. Ich komme nach Hause, wir treffen uns erschöpft auf der Couch und anstatt uns nochmal aufzuraffen, sei es auch nur für eine kleine Runde um den Block, greifen wir beide zum Handy und scrollen ziellos durch Instagram und Facebook. Unzufrieden schauen wir uns auf dem Weg ins Schlafzimmer an, wieder keine Zeit für uns gehabt!

Und dann ist da noch ein anderer Aspekt, welcher für mich noch viel stärker ins Gewicht fällt.
Wir hatten einen genialen Roadtrip. Frei und ungebunden haben wir uns jeden Tag spontan entschieden, was wir als nächstes machen wollen. Dies ist nun zurück im Alltag nicht mehr der Fall. Wir haben unsere Verpflichtungen, wie jeder andere auch, nur wie alle Leute bei Instagram nicht. Dort leben immer noch alle ihr schönes, freies Leben. Tagtäglich und nicht nur für 2 Wochen. Ach und die, die nicht gerade ihr perfektes Reisepärchenleben zur Schau stellen, die sind gerade in ihr neues Haus gezogen und haben genau die Einrichtung, die ich doch so gerne in meinem Haus hätte, welches ich mir im Speckgürtel von Rostock nie im Leben werde leisten können. Und dann all die Mädels in meinem Alter, mit ihrem ach so süßem Kind beim Kaffee trinken und nebenbei nochmal schnell ein Bild von ihrer Märchenhochzeit hochladen… Ich bin so glücklich wie noch nie, ich möchte die Zeit zu Zweit noch ein wenig länger auskosten, aber irgendwie zwickt es dann doch. 31 werde ich ja in 2 Wochen auch schon!


Für einige von Euch mag dies überspitzt klingen, aber leider beeinflussen mich diese vielen Fotos vom schönen, besseren Leben. An einigen Tagen jucken sie mich wenig, an anderen Tage bin ich labiler und lasse meine Stimmung von diesen Bildern trüben. Ich weiß es besser, aber ich kann es nicht steuern. Selbst wenn ich es steuern könnte, mir nur das anschauen würde, was mir gut tut, kommt Instagram mit einem breiten besserwisserischem Grinsen um die Ecke und präsentiert mir dann doch wieder Werbung von all diesen Menschen, mit ihrem schönen, besseren Leben!

Instagram – Du hast dein Ziel verfehlt!
Ich mag bearbeitete Bilder, mit Photoshop das beste aus einem Landschaftsfoto rausgeholt, für mich ist das Kunst. Ich interessiere mich für das Leben meiner Freunde und deren Erlebnisse.
Aber ich interessiere mich nicht für all die Likes, für all die Werbung, für all die Influencer, die uns Normalos zum kaufen animieren sollen, für all den Fake, für all die Algorithmen und vor allem nicht für ein Geschäftsmodell, welches labilen Persönlichkeiten keine Kontrolle gibt.
Aus diesem Grund habe ich in der letzten Woche mein Konto gelöscht und freue mich nun auf die glückliche, unbeschwerte Zeit im Hier und Jetzt!

1610 – 3. Es geht auch DICH an!

Aus gegebenem Anlass werde ich mich heute einem für mich eher untypischen Thema widmen.
Wer mich kennt, weiß, dass mich dieses Thema durchaus persönlich bewegt, aber in der Regel halte ich mich mit lautstarkem Meinung kund tun zurück.

Lasst uns zunächst 2,5 Jahre zurück blicken.
Nachdem ich im Mai 2017 meine Füße nach 7 Monaten wieder auf deutschen Boden gesetzt habe, bin ich ziemlich schnell in ein dunkles Loch gefallen. Ich wollte einfach wieder weg, wieder reisen, Abenteuer erleben, Leichtigkeit spüren, Einfachheit leben. Doch mein Erspartes war aufgebraucht und ich musste mich der Realität stellen. Nur was wollte ich tun? Was konnte ich tun? Was musste ich tun? Die Gedanken endeten nach wenigen Metern an einer unüberwindbaren Mauer. Ich war nicht in der Lage sie zu ordnen.
In dieser Zeit hat mir eine Coaching-Stunde weitergeholfen. Gemeinsam mit Yvonne habe ich durch verschiedene Techniken herausgefunden, wo ich hin will und was ich zum Leben brauche. Zwei wesentliche Punkte sind mir dabei in Erinnerung geblieben.
1. Ich brauche das Meer vor der Haustür. Nicht bloß Wasser, sondern das offene weite Meer.
2. Ich will einen Mehrwert mit meiner Arbeit leisten. Ich will nicht mehr in einer profitorientierten Bank arbeiten, ich will etwas Gutes mit meiner Arbeit erreichen.
Ich habe die Punkte nicht binnen kürzester Zeit umsetzen können. Ich habe Fehlentscheidungen getroffen.
Heute, 2,5 Jahre später, habe ich es jedoch geschafft. Ich wohne in Rostock und kann mit der S-Bahn zum Strand fahren und ich arbeite für einen Arbeitgeber, welcher sich Klimaschutz auf die Fahne geschrieben hat.
Die Erreichung dieses persönliches Zieles, die Erfüllung dieses Wunsches hat mein Selbstbewusstsein gestärkt und aus diesem Grund ist es an der Zeit heute einmal laut zu werden.

KLIMASCHUTZ geht auch DICH etwas an!

Wir können die Verantwortung nicht mehr weiter auf die Anderen, auf die Großen schieben! Jeder Einzelne von uns ist dafür verantwortlich einen Mehrwert zu leisten. Jeder Einzelne von uns ist dafür verantwortlich seinen eigenen Kindern und eigenen Enkelkindern eine Zukunft auf unserer Erde zu ermöglichen.

Wir können nicht nur darauf warten, dass die Politik tätig wird. Wir können bereits jetzt einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass unsere wunderschöne Mutter Erde auch noch in hunderten Jahren in ihrer traumhaften Pracht strahlt.

Verzichtet auf Plastiktüten!
Nicht nur die großen, auch die kleinen! Wozu brauchen wir diesen Quatsch? Wenn ich mich an meine Kindheit und meine Großeltern zurückerinnere… Da gab es sowas gar nicht. Deren Generation hatte gar nicht die Möglichkeit ihre Einkäufe in Plastiktüten zu verstauen und habt ihr sie jemals darüber klagen hören!?

Esst weniger Fleisch!
Ich bin die Letzte die jetzt hier Pro-Vegane Parolen schwingen wird. Aber muss es immer Fleisch in diesen Massen sein? Zum einen ist es alles andere als gut für Deinen Körper (Dein Körper kann Fleisch viel viel schwerer verdauen und es verwest am Ende eher in Deinem Körper) und zum anderen müssen durch weniger Fleischkonsum, weniger Tiere geschlachtet werden, weniger Tiere gehalten werden, weniger Futtermittel importiert werden. Ihr sollt ja nicht verzichten, bewusst konsumieren!

Nehmt das Fahrrad!
Kurz mal was erledigen und dann doch wieder bequem ins Auto steigen, obwohl man mit dem Fahrrad sogar meistens schneller wäre. Lasst das Auto stehen, tut was für Eure Gesundheit und verringert den Co2 Ausstoß!

Es gibt so viele Möglichkeit durch die jeder von uns einen Beitrag leisten kann. Ich selber erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich doch wieder ins Auto steige, wie ich mir wieder einen Coffee ToGo hole, aber ein Gedanke bringt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, der Gedanke an meine Großeltern, welche diese Unmengen an Möglichkeiten nicht hatten, nicht kennen und welche ziemlich gut zurecht gekommen sind.


Wir leben in einer solchen Konsumgesellschaft, dass wir darüber hinaus alles andere vergessen. Wir müssen endlich unseren Konsum bändigen und wieder lernen über den Tellerrand hinaus zu blicken. Wir leben nicht nur im Hier und Jetzt, sondern haben auch die Verantwortung für unserer nachfolgenden Generationen und für diese atemraubende Erde, welche es uns erlaubt, auf ihr zu leben und uns so viele Wunder schenkt.
Die einprägenden Momente meines bisherigen Lebens haben nicht mit irgendwelchen Konsumgütern zu tun, sondern immer nur mit irgendwelchen Naturschauspielen!

1610 – 2. Urlaub ist NICHT nur einmal im Jahr!

Lasst uns heute noch einmal über meine Intention für diese Kolumne reden.

Alles begann mit dem stressigsten Sommer seit langem. Wochenende für Wochenende fuhren wir mit dem Bulli durch Deutschland, sei es um Freunde zu besuchen oder das nächste Festival mitzunehmen. Kaum war am Freitag der Feierabend eingeläutet, waren wir auch schon auf der Straße.
Dazu kam der Alltag. Morgens um 07:30 Uhr aus dem Haus, abends um 18:00 Uhr zurück und dann aber schnell wieder weiter um Freunde zu treffen, welche man schon viel zu lange nicht gesehen hat.

Ich konnte unseren Urlaub kaum noch erwarten. Christian war zwar so gut wie immer an meiner Seite und wir sind auch jeden Abend zusammen eingeschlafen, trotzdem sind wir als Paar in dieser Zeit viel zu kurz gekommen.

Der Urlaub hielt was er versprach bzw. verlief so, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht hatte, wenn nicht sogar noch besser.
Wir konnten uns 2 Wochen lang vollkommen auf uns konzentrieren. Wir haben jeden Tag bewusst zusammen gestaltet. Wir mussten jeden Tag Entscheidungen treffen, welche auch mal daneben gingen, wie z.B. der Ausflug nach Paris, aber gemeinsam haben wir dann auch wieder nach vorne geblickt, ohne Vorwürfe oder sonstige Quängeleien. Wir haben gelernt, die Bedürfnisse des anderen zu erkennen, auch wenn er sie nicht aussprach. Jeder für sich hat automatisch Aufgaben übernommen und so zu einer ungemeinen Erleichterung des Urlauballtags beigetragen. Wir haben viel erzählt und gelacht, aber auch ohne ein unangenehmes Gefühl stundenlang geschwiegen. Wir haben jede Minute unheimlich genossen, zusammen unsere Geschichte geschrieben.

Je dichter wir am Ende des Urlaubs unserer Heimat kamen, desto gespaltener wurde die Stimmung. Zum Einen war da die Dankbarkeit für diesen wundervollen Urlaub, zum Anderen stand nun aber auch wieder dieser Anfangs beschriebene Alltag vor der Tür.
Unser Bewusstsein hat sich jedoch verändert und wir stellten uns die Frage:

Wie schaffen wir auch im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Dabei geht es nicht darum, dass wir nun ununterbrochen zusammen Urlaub haben wollen. Okay… Eine kleine längere Aus- und Reisezeit könnte ich mir schon nochmal gut vorstellen, aber grundsätzlich geht es darum, dass wir im Berufsalltag mehr Zeit für uns haben wollen, denn seien wir mal ehrlich, ums arbeiten kommen wir nicht drumherum und das machen wir beide auch gerne. Den einen Tag mehr, den anderen Tag weniger. Wie es nunmal so ist. Es geht darum einen Weg zu finden, die Arbeitszeit zu verlagern, die Arbeitszeit nicht nur in eine Einnahmequelle zu investieren, sondern eine zweite zu finden, welche es uns ermöglicht, die Zeit gemeinsam zu verbringen.

Wir haben uns dieser Herausforderung angenommen, einen Masterplan gibt es bisweilen leider noch nicht. Aber die Erinnrung an den Urlaub, in welchem ich durchgängig die glücklichste Version meiner Selbst war, ist mein Antrieb und darum werden wir es schaffen!

Und nun bist Du dran! In welchen Momenten bist du die glücklichste Version deiner Selbst? Lass Dir von der Vorstellung, dass dieser Zustand keine Ausnahmesituation sein muss, Flügel verleihen und arbeite an der Erreichung deiner Wünsche.
Alles ist möglich, man muss nur fest genug daran glauben!

1610 – 1. Carrie Bradshaw aus dem Patti!

2 Wochen Urlaub. 2 Wochen Roadtrip. 2 Wochen ferne Länder. 2 Wochen Staunen. 2 Wochen Sehnsucht. 2 Wochen Wir. Nach 2 Wochen die Ernüchterung zurück im Alltag. Nach 2 Wochen die Frage, wie geht es weiter?
Unser Urlaub vor 2 Wochen hat alles auf den Kopf gestellt. Wir waren 2 Wochen mit dem Bulli unterwegs. Wir haben 2 Wochen auf knapp 5m² gelebt. Wir wussten 2 Wochen lang nicht, wo wir am nächsten Tag sein werden. 2 Wochen lang hieß es Kompromisse machen, Pläne über Bord werfen, am Straßenrand duschen, unruhige Nächte haben, stundenlang im Auto sitzen… Wir haben jede einzelne Minute genossen und die einzige wirkliche Herausforderung dieser Reise hat sich erst ergeben, als wir wieder zuhause waren.

Wie schaffen wir im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Auf dieses Thema werde ich noch gezielter beim nächsten Mal eingehen. Heute dient es lediglich als meine Einleitung, denn wenn ich mehr Zeit mit meinem Partner haben möchte, dann muss ich auch etwas dafür tun.
Und so habe ich wieder angefangen mir vorzustellen, wie schön es doch wäre, mit diesem Blog, mit meinen Geschichten, Fantasien und Träumerein etwas Geld zu verdienen. Eine eigene Kolumne. Carrie Bradshaw aus dem Patti!

Der Stil meiner Beiträge hat vom ersten Tag an die Form einer Kolumne. Ich habe Euch auf meine Weltreise mitgenommen, Euch zu der Zeit schon an meiner Gefühlswelt teilhaben lassen und bei meinen letzten Beiträgen bin ich bereits mehr in die Tiefe gegangen. Ich habe Feedback erhalten, Einige von Euch haben sich angesprochen gefühlt und mir Ihre Gedanken mitgeteilt, persönliche Worte hinterfragten, warum ich nicht mehr aus dieser Schreiberei machen würde. Irgendwas scheint da also zu sein und dieses irgendwas versuche ich nun ausfindig zu machen!


Ich heiße Euch Herzlich Willkommen zu meiner Kolumne 1610. Von nun an werde ich Euch jeden Montag um 16:10 Uhr vom ersten Arbeitstag der Woche erlösen und in meine Gedankenwelt entführen. Die Themen werden kunterbunt. Von schwarz bis weiß, von rot bis grün.

Es wäre mir eine große Ehre, wenn ihr mich auch auf dieser Reise begleitet!

Vermutlich werde ich in diesem Zusammenhang meine Homepage noch ein weiteres Mal überarbeiten – so ganz entspricht sie immer noch nicht meinen Vorstellungen. Christian ist schon Angst und Bange, da er sich nur zu gut an die letzte Umbauphase und meine kleine Nervenzusammenbrüche erinnern kann. Dieses Mal klappt es aber ganz bestimmt mit mir und HTML!


Bevor ich mich nun fürs Erste verabschiede, möchte ich Euch noch schnell eine kleine Geschichte aus der Kategorie „Die kleinen Dinge des Lebens“ erzählen.

Wir waren vor einer Woche mit Freunden auf dem Wasted in Jarmen Festival und neben unseren Bullis hat ein Schornsteinfeger mit seinem Caddy geparkt. Wir haben uns an dem Wochenende einmal kurz gesehen und beiläufig auf das Glück aufmerksam gemacht, welches wir ja jetzt haben müssten. Er hat nur lachend abgewunken, kann es wohl nicht mehr hören. Da er am Sonntag einen langen Heimweg bis nach Krefeld vor sich hatte, verlies er das Gelände noch vor dem Aufstehen. Ich hörte nur die Türen klappern. Als ich jedoch aufgestanden bin, fand ich auf unserem Campigstuhl 4 kleine Chips, so groß wie eine Münze, vor. Darauf abgebildet: 3 vierblättrige Kleeblätter und ein Schornsteinfeger. Für jeden einen.

Der Lottogewinn und der damit verbundene einfache Weg zu mehr gemeinsamer Zeit wurde durch diese Geste zwar nicht hervorgerufen, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass wir es schaffen werden und auf dem Weg dahin, werde ich wohl noch so manches Mal mit einem Lächeln im Gesicht diesen Chip in meiner Hand umdrehen.