Heute geht es endlich mal wieder zurück zu meinen Ursprüngen. Den Reiseberichten.
Wir waren letzte Woche auf Fuerteventura und davon möchte ich Euch heute erzählen.

Die Idee der Reise war, dass wir noch einmal dem Herbst und dem nahenden Winter entfliehen wollten. Einfach eine Woche lang Sonne, Wärme und surfen. Für dieses Vorhaben bot sich eine Pauschalreise nach Fuerteventura einfach super an. Hotel mit Halbpension und dem Surfspot direkt vor der Haustür.
Als wir die Reise dann vorletzten Samstag angetreten haben, fühlte es sich schon komisch an. Von Hamburg aus ging es knappe 5 Stunden mit dem Flugzeug auf die Insel, wo der Bus zum Hotel bereits auf uns wartete. Dort angekommen checkten wir in unser Zimmer mit einem prägnanten 90er Jahre Charme ein. Frühstück gibts von 08:00 Uhr bis 10:30 Uhr und Abendbrot von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Alles war durchdacht. Wir steuerten nach unserer Ankunft etwas neben der Spur zum Pool, zum Surfspot, zurück zur Poolbar. So richtig wohl habe ich mich nicht gefühlt, mir fehlte unser muckliger Bus, die Eigenständigkeit, die Planlosigkeit, die Zweisamkeit.

Da für die ersten Tage noch nicht wirklich Wind angesagt war, habe ich mich zu einer kleinen Roller-Tour überreden lassen. 220 km später auf einer Harley Davidson hat mir mein Po noch nie so weh getan. Bei einer Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 60 km/h habe ich mich sogar halbwegs wohl gefühlt und die Fahrt ein wenig genossen.
Fuerteventura ist karg, es gibt kaum Vegetation und einfach nur wunderwunderschön! Die Landschaft hat mich sehr beeindruckt, die meisten Orte außerhalb der Bettenburgen sich touristisch wenig überlaufen und überall liegt eine unbeschreibliche Ruhe in der Luft. Die Tour brachte uns zu den Höhlen von Ajuy und anschließend weiter in den kleinen Surferort El Cotillo.


Am nächsten morgen haben wir die Harley zurückgebracht. Diese hat uns ein deutscher Auswanderer vermietet. Bei Temperaturen um die 25 Grad und strahlendem Sonnenschein kamen auch bei uns die ersten Überwinterungsspinnereien in den Kopf.
Nach unserer Rückkehr im Hotel wehte immer noch kein Lüftchen. Also haben wir uns 2 SUPs ausgeliehen und auf diesen etwas im Wasser gespielt, versucht ein paar Wellen zu reiten. Der Blick vom Wasser auf die Insel, wieder einmal traumhaft.

Mittwoch ging es für uns früh hoch. Noch im dunklen verließen wir unser Zimmer und schlenderten einfach die Küste entlang Richtung Süden um uns den Sonnenaufgang anzuschauen.
Und dann war da nach dem Frühstück doch tatsächlich Wind. Voller Euphorie stürmten wir mit unserem Equipment in den Atlantik und dann, ging einfach nichts. Es herrschte auflandiger Wind, Weißwasser im gesamtem Stehbereich. Ich bin nicht einen Meter gefahren und lag nach 45 Minuten fix und fertig am Strand.
Am Nachmittag, mit der Flut, war dann die vor dem Haus liegende Lagune mit Wasser gefüllt und wir starteten einen neuen Versuch und nun waren auch endlich Fortschritte zu erkennen. Der mir zuvor nie gelungene Beachstart funktionierte am Ende des Tages ganz gut. Kaputt und glücklich und zufrieden ging für uns der Tag zu Ende.

Fortsetzung folgt….