Lasst uns heute noch einmal über meine Intention für diese Kolumne reden.

Alles begann mit dem stressigsten Sommer seit langem. Wochenende für Wochenende fuhren wir mit dem Bulli durch Deutschland, sei es um Freunde zu besuchen oder das nächste Festival mitzunehmen. Kaum war am Freitag der Feierabend eingeläutet, waren wir auch schon auf der Straße.
Dazu kam der Alltag. Morgens um 07:30 Uhr aus dem Haus, abends um 18:00 Uhr zurück und dann aber schnell wieder weiter um Freunde zu treffen, welche man schon viel zu lange nicht gesehen hat.

Ich konnte unseren Urlaub kaum noch erwarten. Christian war zwar so gut wie immer an meiner Seite und wir sind auch jeden Abend zusammen eingeschlafen, trotzdem sind wir als Paar in dieser Zeit viel zu kurz gekommen.

Der Urlaub hielt was er versprach bzw. verlief so, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht hatte, wenn nicht sogar noch besser.
Wir konnten uns 2 Wochen lang vollkommen auf uns konzentrieren. Wir haben jeden Tag bewusst zusammen gestaltet. Wir mussten jeden Tag Entscheidungen treffen, welche auch mal daneben gingen, wie z.B. der Ausflug nach Paris, aber gemeinsam haben wir dann auch wieder nach vorne geblickt, ohne Vorwürfe oder sonstige Quängeleien. Wir haben gelernt, die Bedürfnisse des anderen zu erkennen, auch wenn er sie nicht aussprach. Jeder für sich hat automatisch Aufgaben übernommen und so zu einer ungemeinen Erleichterung des Urlauballtags beigetragen. Wir haben viel erzählt und gelacht, aber auch ohne ein unangenehmes Gefühl stundenlang geschwiegen. Wir haben jede Minute unheimlich genossen, zusammen unsere Geschichte geschrieben.

Je dichter wir am Ende des Urlaubs unserer Heimat kamen, desto gespaltener wurde die Stimmung. Zum Einen war da die Dankbarkeit für diesen wundervollen Urlaub, zum Anderen stand nun aber auch wieder dieser Anfangs beschriebene Alltag vor der Tür.
Unser Bewusstsein hat sich jedoch verändert und wir stellten uns die Frage:

Wie schaffen wir auch im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Dabei geht es nicht darum, dass wir nun ununterbrochen zusammen Urlaub haben wollen. Okay… Eine kleine längere Aus- und Reisezeit könnte ich mir schon nochmal gut vorstellen, aber grundsätzlich geht es darum, dass wir im Berufsalltag mehr Zeit für uns haben wollen, denn seien wir mal ehrlich, ums arbeiten kommen wir nicht drumherum und das machen wir beide auch gerne. Den einen Tag mehr, den anderen Tag weniger. Wie es nunmal so ist. Es geht darum einen Weg zu finden, die Arbeitszeit zu verlagern, die Arbeitszeit nicht nur in eine Einnahmequelle zu investieren, sondern eine zweite zu finden, welche es uns ermöglicht, die Zeit gemeinsam zu verbringen.

Wir haben uns dieser Herausforderung angenommen, einen Masterplan gibt es bisweilen leider noch nicht. Aber die Erinnrung an den Urlaub, in welchem ich durchgängig die glücklichste Version meiner Selbst war, ist mein Antrieb und darum werden wir es schaffen!

Und nun bist Du dran! In welchen Momenten bist du die glücklichste Version deiner Selbst? Lass Dir von der Vorstellung, dass dieser Zustand keine Ausnahmesituation sein muss, Flügel verleihen und arbeite an der Erreichung deiner Wünsche.
Alles ist möglich, man muss nur fest genug daran glauben!