1610 – 3. Es geht auch DICH an!

Aus gegebenem Anlass werde ich mich heute einem für mich eher untypischen Thema widmen.
Wer mich kennt, weiß, dass mich dieses Thema durchaus persönlich bewegt, aber in der Regel halte ich mich mit lautstarkem Meinung kund tun zurück.

Lasst uns zunächst 2,5 Jahre zurück blicken.
Nachdem ich im Mai 2017 meine Füße nach 7 Monaten wieder auf deutschen Boden gesetzt habe, bin ich ziemlich schnell in ein dunkles Loch gefallen. Ich wollte einfach wieder weg, wieder reisen, Abenteuer erleben, Leichtigkeit spüren, Einfachheit leben. Doch mein Erspartes war aufgebraucht und ich musste mich der Realität stellen. Nur was wollte ich tun? Was konnte ich tun? Was musste ich tun? Die Gedanken endeten nach wenigen Metern an einer unüberwindbaren Mauer. Ich war nicht in der Lage sie zu ordnen.
In dieser Zeit hat mir eine Coaching-Stunde weitergeholfen. Gemeinsam mit Yvonne habe ich durch verschiedene Techniken herausgefunden, wo ich hin will und was ich zum Leben brauche. Zwei wesentliche Punkte sind mir dabei in Erinnerung geblieben.
1. Ich brauche das Meer vor der Haustür. Nicht bloß Wasser, sondern das offene weite Meer.
2. Ich will einen Mehrwert mit meiner Arbeit leisten. Ich will nicht mehr in einer profitorientierten Bank arbeiten, ich will etwas Gutes mit meiner Arbeit erreichen.
Ich habe die Punkte nicht binnen kürzester Zeit umsetzen können. Ich habe Fehlentscheidungen getroffen.
Heute, 2,5 Jahre später, habe ich es jedoch geschafft. Ich wohne in Rostock und kann mit der S-Bahn zum Strand fahren und ich arbeite für einen Arbeitgeber, welcher sich Klimaschutz auf die Fahne geschrieben hat.
Die Erreichung dieses persönliches Zieles, die Erfüllung dieses Wunsches hat mein Selbstbewusstsein gestärkt und aus diesem Grund ist es an der Zeit heute einmal laut zu werden.

KLIMASCHUTZ geht auch DICH etwas an!

Wir können die Verantwortung nicht mehr weiter auf die Anderen, auf die Großen schieben! Jeder Einzelne von uns ist dafür verantwortlich einen Mehrwert zu leisten. Jeder Einzelne von uns ist dafür verantwortlich seinen eigenen Kindern und eigenen Enkelkindern eine Zukunft auf unserer Erde zu ermöglichen.

Wir können nicht nur darauf warten, dass die Politik tätig wird. Wir können bereits jetzt einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass unsere wunderschöne Mutter Erde auch noch in hunderten Jahren in ihrer traumhaften Pracht strahlt.

Verzichtet auf Plastiktüten!
Nicht nur die großen, auch die kleinen! Wozu brauchen wir diesen Quatsch? Wenn ich mich an meine Kindheit und meine Großeltern zurückerinnere… Da gab es sowas gar nicht. Deren Generation hatte gar nicht die Möglichkeit ihre Einkäufe in Plastiktüten zu verstauen und habt ihr sie jemals darüber klagen hören!?

Esst weniger Fleisch!
Ich bin die Letzte die jetzt hier Pro-Vegane Parolen schwingen wird. Aber muss es immer Fleisch in diesen Massen sein? Zum einen ist es alles andere als gut für Deinen Körper (Dein Körper kann Fleisch viel viel schwerer verdauen und es verwest am Ende eher in Deinem Körper) und zum anderen müssen durch weniger Fleischkonsum, weniger Tiere geschlachtet werden, weniger Tiere gehalten werden, weniger Futtermittel importiert werden. Ihr sollt ja nicht verzichten, bewusst konsumieren!

Nehmt das Fahrrad!
Kurz mal was erledigen und dann doch wieder bequem ins Auto steigen, obwohl man mit dem Fahrrad sogar meistens schneller wäre. Lasst das Auto stehen, tut was für Eure Gesundheit und verringert den Co2 Ausstoß!

Es gibt so viele Möglichkeit durch die jeder von uns einen Beitrag leisten kann. Ich selber erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich doch wieder ins Auto steige, wie ich mir wieder einen Coffee ToGo hole, aber ein Gedanke bringt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, der Gedanke an meine Großeltern, welche diese Unmengen an Möglichkeiten nicht hatten, nicht kennen und welche ziemlich gut zurecht gekommen sind.


Wir leben in einer solchen Konsumgesellschaft, dass wir darüber hinaus alles andere vergessen. Wir müssen endlich unseren Konsum bändigen und wieder lernen über den Tellerrand hinaus zu blicken. Wir leben nicht nur im Hier und Jetzt, sondern haben auch die Verantwortung für unserer nachfolgenden Generationen und für diese atemraubende Erde, welche es uns erlaubt, auf ihr zu leben und uns so viele Wunder schenkt.
Die einprägenden Momente meines bisherigen Lebens haben nicht mit irgendwelchen Konsumgütern zu tun, sondern immer nur mit irgendwelchen Naturschauspielen!

1610 – 2. Urlaub ist NICHT nur einmal im Jahr!

Lasst uns heute noch einmal über meine Intention für diese Kolumne reden.

Alles begann mit dem stressigsten Sommer seit langem. Wochenende für Wochenende fuhren wir mit dem Bulli durch Deutschland, sei es um Freunde zu besuchen oder das nächste Festival mitzunehmen. Kaum war am Freitag der Feierabend eingeläutet, waren wir auch schon auf der Straße.
Dazu kam der Alltag. Morgens um 07:30 Uhr aus dem Haus, abends um 18:00 Uhr zurück und dann aber schnell wieder weiter um Freunde zu treffen, welche man schon viel zu lange nicht gesehen hat.

Ich konnte unseren Urlaub kaum noch erwarten. Christian war zwar so gut wie immer an meiner Seite und wir sind auch jeden Abend zusammen eingeschlafen, trotzdem sind wir als Paar in dieser Zeit viel zu kurz gekommen.

Der Urlaub hielt was er versprach bzw. verlief so, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht hatte, wenn nicht sogar noch besser.
Wir konnten uns 2 Wochen lang vollkommen auf uns konzentrieren. Wir haben jeden Tag bewusst zusammen gestaltet. Wir mussten jeden Tag Entscheidungen treffen, welche auch mal daneben gingen, wie z.B. der Ausflug nach Paris, aber gemeinsam haben wir dann auch wieder nach vorne geblickt, ohne Vorwürfe oder sonstige Quängeleien. Wir haben gelernt, die Bedürfnisse des anderen zu erkennen, auch wenn er sie nicht aussprach. Jeder für sich hat automatisch Aufgaben übernommen und so zu einer ungemeinen Erleichterung des Urlauballtags beigetragen. Wir haben viel erzählt und gelacht, aber auch ohne ein unangenehmes Gefühl stundenlang geschwiegen. Wir haben jede Minute unheimlich genossen, zusammen unsere Geschichte geschrieben.

Je dichter wir am Ende des Urlaubs unserer Heimat kamen, desto gespaltener wurde die Stimmung. Zum Einen war da die Dankbarkeit für diesen wundervollen Urlaub, zum Anderen stand nun aber auch wieder dieser Anfangs beschriebene Alltag vor der Tür.
Unser Bewusstsein hat sich jedoch verändert und wir stellten uns die Frage:

Wie schaffen wir auch im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Dabei geht es nicht darum, dass wir nun ununterbrochen zusammen Urlaub haben wollen. Okay… Eine kleine längere Aus- und Reisezeit könnte ich mir schon nochmal gut vorstellen, aber grundsätzlich geht es darum, dass wir im Berufsalltag mehr Zeit für uns haben wollen, denn seien wir mal ehrlich, ums arbeiten kommen wir nicht drumherum und das machen wir beide auch gerne. Den einen Tag mehr, den anderen Tag weniger. Wie es nunmal so ist. Es geht darum einen Weg zu finden, die Arbeitszeit zu verlagern, die Arbeitszeit nicht nur in eine Einnahmequelle zu investieren, sondern eine zweite zu finden, welche es uns ermöglicht, die Zeit gemeinsam zu verbringen.

Wir haben uns dieser Herausforderung angenommen, einen Masterplan gibt es bisweilen leider noch nicht. Aber die Erinnrung an den Urlaub, in welchem ich durchgängig die glücklichste Version meiner Selbst war, ist mein Antrieb und darum werden wir es schaffen!

Und nun bist Du dran! In welchen Momenten bist du die glücklichste Version deiner Selbst? Lass Dir von der Vorstellung, dass dieser Zustand keine Ausnahmesituation sein muss, Flügel verleihen und arbeite an der Erreichung deiner Wünsche.
Alles ist möglich, man muss nur fest genug daran glauben!

1610 – 1. Carrie Bradshaw aus dem Patti!

2 Wochen Urlaub. 2 Wochen Roadtrip. 2 Wochen ferne Länder. 2 Wochen Staunen. 2 Wochen Sehnsucht. 2 Wochen Wir. Nach 2 Wochen die Ernüchterung zurück im Alltag. Nach 2 Wochen die Frage, wie geht es weiter?
Unser Urlaub vor 2 Wochen hat alles auf den Kopf gestellt. Wir waren 2 Wochen mit dem Bulli unterwegs. Wir haben 2 Wochen auf knapp 5m² gelebt. Wir wussten 2 Wochen lang nicht, wo wir am nächsten Tag sein werden. 2 Wochen lang hieß es Kompromisse machen, Pläne über Bord werfen, am Straßenrand duschen, unruhige Nächte haben, stundenlang im Auto sitzen… Wir haben jede einzelne Minute genossen und die einzige wirkliche Herausforderung dieser Reise hat sich erst ergeben, als wir wieder zuhause waren.

Wie schaffen wir im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Auf dieses Thema werde ich noch gezielter beim nächsten Mal eingehen. Heute dient es lediglich als meine Einleitung, denn wenn ich mehr Zeit mit meinem Partner haben möchte, dann muss ich auch etwas dafür tun.
Und so habe ich wieder angefangen mir vorzustellen, wie schön es doch wäre, mit diesem Blog, mit meinen Geschichten, Fantasien und Träumerein etwas Geld zu verdienen. Eine eigene Kolumne. Carrie Bradshaw aus dem Patti!

Der Stil meiner Beiträge hat vom ersten Tag an die Form einer Kolumne. Ich habe Euch auf meine Weltreise mitgenommen, Euch zu der Zeit schon an meiner Gefühlswelt teilhaben lassen und bei meinen letzten Beiträgen bin ich bereits mehr in die Tiefe gegangen. Ich habe Feedback erhalten, Einige von Euch haben sich angesprochen gefühlt und mir Ihre Gedanken mitgeteilt, persönliche Worte hinterfragten, warum ich nicht mehr aus dieser Schreiberei machen würde. Irgendwas scheint da also zu sein und dieses irgendwas versuche ich nun ausfindig zu machen!


Ich heiße Euch Herzlich Willkommen zu meiner Kolumne 1610. Von nun an werde ich Euch jeden Montag um 16:10 Uhr vom ersten Arbeitstag der Woche erlösen und in meine Gedankenwelt entführen. Die Themen werden kunterbunt. Von schwarz bis weiß, von rot bis grün.

Es wäre mir eine große Ehre, wenn ihr mich auch auf dieser Reise begleitet!

Vermutlich werde ich in diesem Zusammenhang meine Homepage noch ein weiteres Mal überarbeiten – so ganz entspricht sie immer noch nicht meinen Vorstellungen. Christian ist schon Angst und Bange, da er sich nur zu gut an die letzte Umbauphase und meine kleine Nervenzusammenbrüche erinnern kann. Dieses Mal klappt es aber ganz bestimmt mit mir und HTML!


Bevor ich mich nun fürs Erste verabschiede, möchte ich Euch noch schnell eine kleine Geschichte aus der Kategorie „Die kleinen Dinge des Lebens“ erzählen.

Wir waren vor einer Woche mit Freunden auf dem Wasted in Jarmen Festival und neben unseren Bullis hat ein Schornsteinfeger mit seinem Caddy geparkt. Wir haben uns an dem Wochenende einmal kurz gesehen und beiläufig auf das Glück aufmerksam gemacht, welches wir ja jetzt haben müssten. Er hat nur lachend abgewunken, kann es wohl nicht mehr hören. Da er am Sonntag einen langen Heimweg bis nach Krefeld vor sich hatte, verlies er das Gelände noch vor dem Aufstehen. Ich hörte nur die Türen klappern. Als ich jedoch aufgestanden bin, fand ich auf unserem Campigstuhl 4 kleine Chips, so groß wie eine Münze, vor. Darauf abgebildet: 3 vierblättrige Kleeblätter und ein Schornsteinfeger. Für jeden einen.

Der Lottogewinn und der damit verbundene einfache Weg zu mehr gemeinsamer Zeit wurde durch diese Geste zwar nicht hervorgerufen, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass wir es schaffen werden und auf dem Weg dahin, werde ich wohl noch so manches Mal mit einem Lächeln im Gesicht diesen Chip in meiner Hand umdrehen.

Mein Kryptonit

Hey Claudi. Mal wieder ein toller Blogbeitrag. Ich wollte eigentlich schonmal wieder nach dem Beitrag „Mir geht es nicht gut“ mal schreiben. Aber naja, wie das manchmal so ist, bin ich von abgekommen. Es berührt mich immer wieder, soviel Ehrlichkeit zulesen und freue mich das es Menschen wie dich gibt, die es teilen. Danke. Wir brauchen im Alltag mehr davon. Ich habe heute übrigens mein altes Zimmer entrümpelt und ein Hufeisen von Judy gefunden, dass du mir damals geschenkt hattest. Erst schmiss ich es in den Müllsack, weil ich dachte: Ach, komm man muss auch nicht alles aufheben. Nur wenige Augenblicke später holte ich es wieder raus, stellte es richtig rum ins Regal und dachte: Glück kann man immer gebrauchen. Das Hufeisen soll für uns alle Glück sammeln und Glück schenken. Und ich hoffe, dass auch dir noch ganz ganz viel Glück, Liebe und Lebensfreude auf deiner Lebensreise wiederfährt.

Mein Kryptonit

Die Tränen schießen mir in die Augen, dabei könnte das Feedback nicht schöner sein. Ich kann es nicht kontrollieren, ich will es nicht kontrollieren.

Aufmerksam geworden bin ich auf das Wort ‚Kryptonit‘ in Zeiten von Liebeskummer, bei welchem ich dachte, dass ich ihn nie überstehen werde. Im Internet gibt es zahlreiche Artikel zu dem Thema ‚Kryptonit-Mensch‘. Dies sind Menschen von denen man nicht loskommt, Menschen, bei denen man immer wieder schwach wird, egal wie schmerzhaft die vorangegangen Erlebnisse waren. Die einfache Wikipedia Definition sagt, dass ein Kryptonit die Schwachstelle von Superhelden ist. Und so möchte ich es heute betrachten, da mein Kryptonit kein Mensch ist.

Mein Kryptonit ist meine Judy. Die Judy aus dem Zitat.

Judy ist/war eine stolze Mecklenburger-Warmblut Stute, abgestammt von dem Redefiner Elitehengst Juventus. Als Judy 4 Jahre alt war, hat mein Opi sie mir zu meiner Konfirmation geschenkt. Sie war die treuste Seele auf Erden. Sie hat mich durch den verhassten Springunterricht gebracht, sie hat mir in ihrer Box Unterschlupf gegeben, wenn es mir nicht gut ging, sie hat mich auf ihren Rücken über Felder und Wiesen getragen, ihr habe ich heute noch ein Ziehen im großen Zehnagel zu verdanken, welchen sie mir damals ausversehen abgerissen hat.

Ich kann nicht zum Ausdruck bringen, was dieses Pferd für mich war. Sie war immer da. Meine Eltern haben sich zu der damaligen Zeit getrennt, Freundschaften waren lange nicht so gefestigt wie heute, die erste Liebe kam und ging. Aber Judy, Judy war da. Sie hat mich aufgefangen und mir zugehört und mir auf eine unbeschreibliche Art und Weise so viel Liebe und Dankbarkeit übermittelt.

Doch ich wurde älter, meine Zeit wurde weniger, mein Interesse wurde mit 18 Jahren auf andere Dinge verlagert. 2009 habe ich Judy verkauft.

Seit diesem Zeitpunkt ist Judy mein Kryptonit, meine Schwachstelle. Ich schaffe es mit einer Leichtigkeit mich meinen Problemen zu widmen. Ich gehe sie alle an. Wenn ich alleine nicht weiterkomme, hole ich mir Hilfe. Aber nicht bei dem Thema ‚Judy‘. Alleine der Name löst jedes Mal einen tiefen Schmerz in mir aus. Bei dem Gedanken an sie werde ich traurig und nachdenklich.

Vielleicht sind es Schuldgefühle. Ich habe sie vernachlässigt, habe sie gehen lassen, obwohl niemand mir gegenüber treuer war als sie. Dazu kommt, dass ich nicht weiß, was mit ihr passiert ist. Wo sie ist, ob sie überhaupt noch lebt.

Derzeit befinde ich mich in einem Stadium der Akzeptanz. Ich habe mich von diesem Thema lange runterziehen lassen, mittlerweile akzeptiere ich die Schwachstelle und steuere sie. Ich mache mich bewusst verletzlich und angreifbar, ziehe aber aus diesen kurzen Phasen der Trauer wieder ganz viel Kraft um es bei anderen Themen auf den nächsten Gipfel zu schaffen. Das mag für einige von Euch vielleicht masochistisch klingen, für mich ist dies der Umgang mit einem Kapitel, welches ich nicht abschließen will. Ein Kapitel, welches meine größte Schwäche und vielleicht meine größte Stärke ist.

Denn ich habe es geschafft zu erkennen, dass ich alles was mein Leben, meine Gedanken beeinflusst, selber in der Hand habe! Den Abschnitt Judy nur nicht heute und auch nicht morgen.

Sie fehlt mir! Tagein, tagaus.

Vielen Dank an Maybi für das tolle Feedback! Auch wenn es diese Gedanken/Worte in mir ausgelöst hat, habe ich mich riesig darüber gefreut und ich hoffe, dass ihr alle so ein Hufeisen für ein Quentchen Glück bei Euch zuhause habt.

Newsletter 2.0

Was für eine Woche…

Wie ich bereits erwähnt habe, wollte ich Euch nur kurz darüber informieren, dass ich von nun an auf der Seite gintonicgurke.com meine Reiseberichte veröffentliche und habe im gleichen Atemzug mit nur 2 Klicks meine Homepage zerstört.

Es folgte ein Abend voller Verzweiflung. WordPress war mein größter Feind, welcher zu kämpfen wusste. Es funktionierte einfach nichts. Jeder Rettungsversuch endete noch katastrophaler. Ich habe mein ganzes Tun in Frage gestellt und wollte aufgeben.

Am nächsten Tag sah meine Welt wieder etwas entspannter aus und der Ehrgeiz war zurück. Ich hatte die ganze Woche keine Ruhe, habe jede freie Minute investiert um Euch pünktlich zum Wochenende darüber zu informieren.

Ich habe eine neue Homepage!

Es gibt viel neues zu entdecken. Schaut Euch am Wochenende in Ruhe um und vielleicht findet ihr auch eine freie Minute um mir Euer Feedback mitzuteilen.

Ich kann es kaum glauben. Ich habe es geschafft!!!

Genießt das Wochenende!

Eure Claudi

Newsletter 1.0

Einige von Euch haben es vielleicht schon mitbekommen. Hier wurde in den letzten Tagen etwas umgebaut.

Alles fing mit meinen ersten News des Tages an.

gintonicgurke.com

Meine Beiträge haben sich verändert. Ich gebe Euch vermehrt Einblick in mein Inneres. Ich spreche offen über die Dinge, die mich belasten und wie ich damit umgehe bzw. wie ich darüber denke. Ich möchte dies gerne vertiefen und mich darauf fokussieren.

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, mich von meinen Reiseberichten zu trennen… Diese führe ich nun auf Christians und meiner neuen Homepage gintonicgurke.com weiter. Schaut Euch doch mal um. Vielleicht gefällt Euch was ihr seht. 🙂

einehandbreitwasseruntermkiel.com ist seit dem…

… ein einziges Chaos. Eigentlich wollte ich Euch nur einen Newsletter schicken. Auf dem Weg dahin habe ich hier alles durcheinander gebracht und am Ende festgestellt, dass ich aktuell gar keine Newsletter verschicken kann.

Ich passe die Homepage nun meinen neuen Vorstellungen an. Ein wenig Form hat sie schon angenommen, aber es ist auch noch ganz schön was zu tun.

Träume und Visionen

Dream Big! Mein großer Traum ist es, mir irgendwann mit einehandbreitwasseruntermkiel (und auch gintonicgurke) ein zweites Standbein aufzubauen. Wie genau dies aussehen wird, das weiß ich noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich den Weg finde!

Vielleicht habt ihr Ideen?! Was würdet ihr Euch wünschen? Welchen Ratschlag habt ihr für mich?

Ich freue mich von Euch zu lesen und wünsche Euch heute einen wundervollen Tag!

Eure Claudi

Ich habe eine Psychologin.

Und damit meine ich keine Flasche Wein und eine gute Freundin.

Im letzten Winter habe ich sie das erste Mal aufgesucht. Anfangs waren die Gespräche wöchentlich, nach einer Weile haben wir unsere Termine nicht mehr ganz so eng getaktet. Irgendwann, der Frühling war voran geschritten und ich hatte Christian kennengelernt, habe ich die Therapie einfach abgebrochen. Wir hatten nie ein abschließendes Gespräch. Das Vitamin D in meiner Blutbahn hat für mich entschieden, dass es mir wieder gut geht.

Doch in diesem Jahr musste ich sie wieder anrufen. Diese Last, die ich mit mir rumgetragen habe, war zu groß um sie mit Freunden zu besprechen und vor allem viel zu groß für mich alleine. Meine Psychologin war in keiner Weise nachtragend über meinen plötzlichen Abgang im letzten Jahr. Wir haben dem 2 Sätze gewidmet und dann angefangen meine depressive Episode anzugehen.

Für mich war schnell klar, dass mein Problem nicht alleine mit der Arbeit zu tun hat. Dafür ging es mir verhältnismäßig viel zu schlecht. Die ersten Gespräche gingen noch viel um die gegenwärtige Situation, doch irgendwann wurde tiefer nach dem eigentlichen Problem gesucht. Dies ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung! Dies bedeutet sich auf sich einlassen, sich mit sich auseinandersetzen und vor allem sich mit seiner Familie zu beschäftigen. Es flossen viele Tränen und am Ende lag bzw. liegt der Auslöser in meiner Kindheit. (Den Begriff Kindheit weite ich hierbei durchaus bis auf die Anfang 20er aus) Mein inneres Kind hatte keine Heimat gefunden. (Buchempfehlung: Stephanie Stahl. „Das Kind in dir muss Heimat finden“) Mein inneres Kind war verletzt, schaute immer wieder über meine Schulter und machte mich auch heute klein und verletzlich. Wir haben diesem Thema viel Zeit gewidmet, ich habe Tipps für Verhaltensweisen bekommen und von Mal zu Mal eine Verbesserung gespürt.

Heute war ich wieder bei meiner Psychologin. Ich glaube unsere Wege werden sich bald trennen. Sie therapiert mich nicht mehr. Das mache ich selber. Wir reden über meine aktuelle Lebenssituation, welche alles andere als frei von Problemen ist, und ich erzähle ihr was diese mit mir machen und wie ich damit umgehe. Mir gegenüber nehme ich dann nur noch ein zustimmendes Nicken wahr. Bei meiner letzten Analyse von heute standen mir dann doch noch einmal die Tränen in den Augen. Ich habe begriffen, dass sie zwar stetig an meiner Seite war, aber dass ich mich am Ende alleine aus diesem Loch befreit habe. Ich habe meinen Kurs neu ausgerichtet, den Glaube an das Gute nicht verloren und mein Leben in die Hand genommen.

Und genau das, das könnt ihr, das kannst DU auch!!!

Fühlt Euch umarmt, Eure Claudi.

Warum?

Warum ist meine Seele vor 3 Monaten soweit aus den Fugen geraten, dass ich Euch mit dem Artikel Mir geht es nicht gut daran teil lassen habe?

Um eins Vorweg zu nehmen, ich bin ein hochsensibles Lebewesen. Es ist für mich nicht unüblich, dass ich gelegentlich mit einer depressiven Episode zu kämpfen habe. Ich arbeite seit Jahren daran, dass ich mit mir und meinem Leben ein Einklang finde, welcher diesen Episoden keinen Platz bietet. Manches Mal gibt es aber äußere Einflusse, welche diese depressiven Episoden begünstigen und welche ich nicht aktiv steuern kann. So war es auch diese Mal.

Seit dem ich vor 3 Jahren meinen Job bei der Bank aufgegeben habe, befinde ich mich stetig auf der Suche nach dem richtigen Weg. Nach der Rückkehr von meiner Weltreise hatte ich einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg und habe schnell festgestellt, dass diese Großstadt, diese vielen Menschen, die weiten Wege, diese gewisse Anonymität meiner Seele nicht gut tun. Ich habe mich in der Probezeit kündigen lassen und mich zurück nach Rostock begeben. Ohne einen neuen Job. Zu diesem Zeitpunkt war mir alles egal, ich wollte einfach nur zurück in meinen sicheren Heimathafen.

Nach einer kurzen Zeit der Arbeitslosigkeit bin ich wieder fündig geworden. Ein Job als Projektmanagerin in einem Forschungslabor. Mit der Medizin habe ich mich schon immer irgendwie verbunden gefühlt und war mehr als glücklich, mehr als gespannt auf die neue Herausforderung. Ich habe mich binnen kürzester Zeit in die Aufgaben eingearbeitet, hatte ein wundervolles herzliches Team um mich rum, habe meine ganze Energie in diesen Job gesteckt, mich verantwortlich für den Erfolg der Forschungsprojekte gemacht. Wie konnte meine Seele bei diesen tollen Gegebenheiten aus dem Ruder laufen?

Wertschätzung. Dieses eine Wort war der Auslöser für all die negativen Gefühle, welche ich in den letzten Wochen in mir getragen habe. Mein Arbeitsumfang war über Monate höher als es eine Einzelperson hätte schaffen können. Ich habe in den letzten Jahren gelernt mich stark zu machen, meine Bedürfnisse auszusprechen. Dies fiel mir früher alles andere als leicht. So habe ich es auch diese Mal getan. Ich habe mich für MICH stark gemacht und wurde nicht erhört. Mehrmals. Über Monate. Der Workload wurde immer und immer größer, ich war eine Woche im Urlaub und hatte anschließed über 100 neue Emails, am Tag meiner Rückkehr die mehrfache Rückfrage nach dem Bearbeitungsstand dieser, in Meetings wurde ich mehrfach unbewusst bloßgestellt, weil ich bei der Nachfrage zum Bearbeitungstand zugehöriger Aufgaben passen musste.

Ich habe gekämpft, ich habe mehrmals das Wort für MICh erhoben, aber ich bin gescheitert. Und dieses Gefühl von Scheitern war der Auslöser. Mir ging es lange nicht gut. Das gute jedoch ist, dass ich trotz allem den Blick nach Vorne nicht verliere. Ich wusste, dass es so für mich nicht weiter gehen kann und ich habe nun einen anderen Weg eingeschlagen und einen neuen Job gefunden!

Ihr seid es wert, gehört zu werden. Ihr leistet jeden Tag mit dem was ihr macht einen Mehrwert für unsere Wirtschaft, für unser Gesundheitssystem, für all die anderen Bereiche in denen ihr tätig seid und dafür seid ihr es wert WERTGESCHÄTZT zu werden! Macht Euch für Euch stark und sollte Eure Situation auf einen nie endenden Tunnel zusteuern, dann seid Euch bewusst, dass ihr umdrehen und neu abbiegen könnt! Es geht immer weiter!

Eure Claudi

 

Mir geht es nicht gut!

Wie oft bekommen wir im Alltag die Frage gestellt „Wie geht es Dir?“ und wie oft antworten wir auf die Frage mit einem kurzen „Mir geht es gut!“, obwohl dem nicht so ist?!

In meinem Alltag treffe ich mich viel mit Freunden. Mein Freundeskreis ist in den letzten Jahren ein wenig geschrumpft. Das ist nicht schlimm, viel eher eine normale Entwicklung. Für mich bedeutet dies nur, dass ich meine Aufmerksamkeit einem kleineren Kreis von Personen schenke, öfter und intensiver. Manchmal besuchen wir zusammen Events in unserer Stadt und haben nebenbei nicht viel Zeit zu reden, andere Male wiederum sitzen wir einfach nur bei einem Glas Wein auf der Terasse und haben umso mehr Zeit uns über die aktuellen Geschehnisse auszutauschen. Die Gespräche verlaufen meistens fröhlich, in größeren Kreisen vermutlich immer. Dies ist durchaus eine schöne Entwicklung, doch entspricht dies auch immer der gegenwärtigen Situation eines Jeden in diesen Kreisen?

Ich habe das Gefühl, dass wir viel zu oft nicht darüber reden, wie es uns wirklich geht. Dies kann aus den ganz unterschiedlichsten Gründen erfolgen. Eventuell will man die Stimmung durch traurige Gedanken nicht vermiesen. Vielleicht hat man auch Angst, dass das Päckchen des Gegenübers schon viel zu groß ist und derjenige die zusätzliche Last nicht mehr tragen kann. Ein Anderer kann sich unter Umständen einfach nicht öffnen.

Mir selber geht es im Moment nicht gut! Nicht physisch, sondern psychisch. Ich bin auf meinem Weg falsch abgebogen und muss mich nun damit auseinandersetzen. Dies ist nicht immer einfach. Erfahrungen tuen weh, Selbstreflektion will gelernt sein und das zuvor gesteckte Ziel muss erst wieder in greifbare Nähe kommen bzw. komplett neu definiert werden. Doch auch wenn meine Grundstimmung gerade eher negativ ist, tut mir eins in diesen Momenten besonders gut. Reden!

Wie oft habe ich in den letzten Wochen bei Gesprächen mit Freunden einfach ehrlich aus dem Bauch heraus auf die Frage „Wie geht es Dir?“ mit „Mir geht es nicht gut!“ geantwortet. Und siehe da! Ich bin nicht alleine. Aus dieser anfangs schwierigen Situation wurden offene Gespräche und es geht im Moment nicht nur mir nicht gut. Aus den unterschiedlichsten Gründen tragen gerade einige meiner engen Freunde ein ähnliches Gefühl mit sich rum, was ich vorher nicht erahnt habe. Die Gespräche sind NIE so geendet, dass wir uns gegenseitig, verzweifelt in den Armen lagen. Viel mehr konnte man sich frei reden, Verständnis erhalten, Erfahrungen teilen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Dies ist manches Mal vielleicht nicht die sehnsüchtige Antwort auf die Verstimmung. Manches Mal bedarf es vielleicht weiterer Hilfe oder auch einfach nur Zeit. Dieses ist aber jedes Mal Balsam für die Seele und ein kleinerer Schritt Richtung Zufriedenheit.

Deswegen wünsche ich mir, lasst uns wieder offener über unsere Gefühle reden! Je nach dem wie es Euren Freunden geht, stecken sie entweder ihre eigenen Bedüfnisse zurück und hören Euch zu oder aber ihnen geht es ähnlich und man findet gemeinsam Halt. Sie sind für Euch da!

Mir geht es nicht gut! Und dir?

Adieu Lotterleben!

Mit dem heutigen Beitrag schließe ich das Kapitel meiner ersten Weltreise.

Ich blicke zurück auf die kühnste Entscheidung meines bisherigen Lebens und eine darauffolgende Zeit voller Höhen und Tiefen. Ich blicke zurück auf eine Erfahrung, welche ich nicht missen möchte und welche ich jedem nur ans Herz legen kann.

Ich bin gelassener und selbstsicherer, abenteuerlustiger und aufgeschlossener, sensibler und auch chaotischer. Ich kann meine Ziele und Wünsche definieren und ich weiß, wie ich die Steine auf dem Weg dorthin aus dem Weg räume.

Auch wenn die Sehnsucht in die Ferne nach wie vor kaum zu bändigen ist, ist für mich der Zeitpunkt gekommen diesem Lebensabschnitt Farewell zu sagen um meine Aufmerksamkeit vollumfänglich neuen Aufgaben widmen zu können.

Mitte August werde ich mich in Hamburg wieder ins Arbeitsleben stürzen. Ich freue mich auf eine spannende Stelle in einem internationalen Kollegenumfeld und ein Unternehmen mit flachen Hierarchien. Ich freue mich auf ein breitgefächertes, kulturelles Angebot für meine Freizeitgestaltung und die wertvolle Zeit mit meiner Nichte und Familie.

Ich DANKE Euch von ganzem Herzen für Eure Unterstützung während der letzten 10 Monate und hoffe, dass ich Euch auch für mein nächstes Projekt wieder begeistern kann. Seid gespannt…!

Eure Claudi