Planlos geht mein Plan los!

Bereits nach einer Woche in Neuseeland bin ich dabei mich der ersten innerlichen Herausforderungen zu stellen. Hatte ich bis zu meinem Abflug alles genau geplant und die eng bemessene Zeit streng getaktet, bin ich hier in Auckland so planlos wie noch nie in meinem Leben gelandet. Mein Alltag hat plötzlich keine Struktur mehr und ich muss mich der für mich schwierigsten Frage stellen: „Was will ich?“

Was will ich als nächstes machen? Was steht am kommenden Tag auf den Plan? Was ist mein nächstes Reiseziel? Will ich erstmal in Auckland bleiben und arbeiten? Wenn ja, als was will ich arbeiten? Will ich erstmal reisen? Wenn ja, wohin will ich reisen?

Ich bin derzeit mit dieser Situation, nicht zu wissen was kommt, noch etwas überfordert. War mein Leben doch bis hierher einwandfrei organisiert und der nächste Tag hielt in der Regel keine Überraschungen übrig.

Des Weiteren komme ich auch nicht drumrum Entscheidung treffen zu müssen. Dies ist seit jeher eine meiner größten Schwächen.

 
Zurückblickend auf diese erste Woche habe ich aber wiederum auch schon einiges geschafft. Ich habe mittlerweile ein neuseeländisches Konto bei der Kiwibank (die Eröffnung war um einiges unproblematischer, als ich es von der Arbeit kenne 😉 ) und der Antrag für meine Steuernummer liegt bei der zuständigen Behörde vor.

Mein erstes Probearbeiten verlief hingegen selbstverschuldet nicht ganz nach meiner Vorstellung. Theoretisch hätte mir aber einfach vorher bewusst sein müssen, dass ich vor der Bar besser aufgehoben bin, als dahinter.

Last but not least ziehe ich Mitte November für 3 Monate mit Rabea, welche ich Dank meiner Kollegin Melli noch kurz vor meinem Abflug kennengelernt habe, in eine WG. Das Apartment ist nur 5 Minuten vom Hafen entfernt und ein ziemlicher Glücksgriff.

Okay okay… da auch noch ein wenig Zeit war um die Stadt zu erkunden, ist dies vielleicht alles nicht so schlecht für den Anfang.

Mt. Eden
Mt. Eden
Mt. Eden
Westhaven
Auckland Domain
Auckland Domain

Wenn ich über meine zuvor geschriebenen Zeilen nachdenke, hoffe ich einfach, dass mich diese Lebenslage Gelassenheit und Geduld lehren wird. Man muss nicht immer mit der Tür ins Haus fallen.

Habt einen tollen Start ins Wochenende!

Eure Claudi

Das ist ja gar nicht Duisburg!

Voller Euphorie habe ich mich am Samstag in mein Hansa Trikot geschmissen und bin innerlich schon mit Inbrunst die Hymne durchgegangen. „Hier spielt man noch Fußball mit Herz und nicht nur mit den Beinen…“
Je dichter wir dem Stadion kamen, desto mehr verstärkte sich in mir das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Die Fans um uns rum waren weder in blau/weiß noch im Zebralook gekleidet. Vielmehr wurden wir von einem fröhlichen schwarz begleitet. Im Stadion angekommen musste ich feststellen, dass ich nicht in Duisburg sondern im Eden Park in Auckland gelandet bin. Hier stand heute auch definitiv kein Fußballspiel auf dem Plan.

 
Es war Rugbyzeit!

Neuseeland vs. Australien bzw. AllBlacks vs. Wallabies!

Schon Monate vor meinem Abflug habe ich mich auf dieses Ereignis gefreut und gleich mit Beginn des Vorverkaufs 2 Karten für das am Ende ausverkaufte Spiel ergattert. Wir waren nun also dabei, als 50.000 Zuschauer lauthals die Nationalhymne mitgesungen und die AllBlacks vor Beginn des Spiels den Haka (Tanz der Maori) getanzt haben. Dieses Ritual wirkte schon letztes Jahr während der Rugby WM im TV unheimlich beeindruckend auf mich und nun war ich live dabei. Es war ein unbeschreiblich tolles Erlebnis!

Während des Spiels hätte ich dann aber gerne jemanden an meiner Seite gehabt, der mir die Regeln erklärt. Somit bleibt Rugby für mich vorerst ein ziemlich brutaler Sport und mein Herz gehört weiterhin dem Fußball. AHU!

 

Dies war also ein sehr gelungener Start in mein neuseeländisches Leben. Ich bin dankbar, dass ich Lotti an meiner Seite habe, da sie mir den Einstieg hier verdammt einfach macht. Wir waren über das Spiel hinaus auch schon das ein oder andere Mal richtig gut essen und ich kann euch für euren Aucklandbesuch folgende Restaurants empfehlen:

Bestie – leckeres und gesundes Frühstück; von Müsli mit frischen Früchten und Kokosnusscreme bis hin zu poached Eggs mit Avocado

Little Easy – Burger; 50/50 bacon beef patties… mehr muss ich vermutlich nicht sagen!

 
Während ich nun Pläne für die nächste Zeit schmiede, wünsche ich euch einen wundervollen Start in den Tag!

Eure Claudi

Anreise mit „Zwangsstopp“ in Singapurhuuuur!

Nach einem sehr angenehmen Flug habe ich am Donnerstag um 05:20 Uhr Ortszeit Singapur erreicht. Bis zu meinem Weiterflug nach Auckland hatte ich gute 3 Stunden Zeit, welche ich aber in der Wartelounge vor meinem Gate verbracht habe. Ich war einfach zu müde um diesen gewaltigen Flughafen zu erkunden. Pünktlich zur angesetzten Boardingzeit ertönte das erste Mal die Durchsage, dass sich dieses noch verschieben wird, da es technische Probleme am Flugzeug gibt. Die Durchsage wiederholte sich fortlaufend im Viertelstunde Takt ohne genaue Informationen, wann es weiter geht. 5 Stunden und ein Nickerchen später kam dann die Mitteilung, dass das Flugzeug heute nicht mehr abheben wird. Müdigkeit und Hunger taten ihr übrigens… meine Laune war im Keller.

Kurz innerlich mit mir gehadert stellte ich mir die Frage, warum eigentlich?! Schließlich habe ich keinen Zeitdruck und kann die Gegebenheiten doch nun endlich mal gelassen auf mich zukommen lassen. Nachdem alle Passagiere und ich auf verschiedene Hotels in der Stadt aufgeteilt wurden, habe ich also meine Müdigkeit ignoriert und bei tropischen 30 Grad zu Fuß die Stadt erkundet.

Ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen!

Durch Zufall bin ich zeitgenau zur Lichtshow bei den Supertrees gelandet.

Zum Schluss habe ich dann noch einen Abstecher in das Hotel Marina Sands gemacht. Dies ist durch seinen Infinity Pool im 57 Stock bekannt.

Singapur ist eine beeindruckende Stadt und solltet ihr irgendwann einmal hier zwischenlanden, lasst euch nicht auch zu eurem Glück zwingen… bleibt einen Tag länger und schaut sie euch an. 🙂

Freitag um 07:00 Uhr ging mit einem Tag Verspätung sodann mein Anschlussflug nach Auckland, wo ich gestern Abend um 22:00 Uhr gut gelandet bin. Verängstigt durch die deutsche Bürokratie war ich vollkommen irritiert, als die nette Beamtin bei der Einreise noch nicht einmal mein Visum sehen wollte und ich innerhalb von 2 Minuten den Stempel im Reisepass hatte.  Fix und fertig habe ich später mein Bett im Hostel bezogen und in diesem Moment Neuseeland einfach Neuseeland sein lassen.

Während ihr den Freitagabend nun noch vor euch habt, sitze ich überglücklich 11 Stunden in der Zukunft am anderen Ende der Welt und freue mich auf einen Tag mit Lotti und den AllBlacks!

Fabelhaft,

Eure Claudi

Muffensausen!

Muffensausen… wenn die Nächte kürzer werden, der Appetit nicht mehr vorhanden ist und die Tränen sich unkontrollierbar ihren Weg bahnen. Dies ist der Zustand in welchem ich mich seit Samstag befinde und der Grund, warum mir heute die Worte für einen längeren Beitrag fehlen.

Aufgeregt auf das was kommt und voller Dankbarkeit für die wundervollen Menschen um mich rum, welche die Flausen in meinen Kopf immer unterstützen, sitze ich nun in Hamburg am Flughafen.

Zunächst geht es um 06:40 Uhr nach Amsterdam. Anschließend fliege ich um 11:15 Uhr knapp 13 Stunden weiter nach Singapur und steige dort nochmal für knapp 10 Stunden in das Flugzeug nach Auckland. Gegen 11:30 Uhr deutscher Zeit werde ich Neuseeland am Donnerstag erreichen.

 
Möge das Abenteuer beginnen!
Ka kite ano

Eure Claudi