Manch einer mag Silvester nicht mehr so viel Bedeutung beimessen. Auch für mich ist durch die frühlingshaften Temperaturen rund um Weihnachten und dem Jahresende der Zauber etwas verloren gegangen. Mitunter fühlt sich der 31.12. an wie jeder andere verregnete Herbsttag im Laufe des Jahres.

Doch auch wenn ich dem neuen Jahr nicht mehr auf einer wilden Party im Glitzerkleid entgegenfiebere, habe ich mir den Glaube an die Symbolhaftigkeit von Silvester beibehalten.

Der 31.12. steht für mich für das Ende, für das Ende eines Jahres in dem ich viel erlebt habe, viel gesehen habe, viele neue Erfahrungen gemacht habe. Es ist der Zeitpunkt um noch einmal zurückzublicken, um abzuwägen welche Erlebnisse man im alten Jahr belässt und welche man im neuen Jahr fortführen möchte.
Eine Freundin von mir führt genau aus diesem Grund am letzten Tag des Jahres immer ein wunderschönes Ritual durch. Sie notiert sich all die Dinge, welche ihr im Jahr weniger Freude bereitet haben, welche negativ behaftet waren und verbrennt diesen Zettel noch vor 00:00 Uhr um mit all dem abzuschließen.
Somit gibt uns dieser Tag wie kein anderer im Jahr symbolhaft die Möglichkeit das Hamsterrad zu verlassen und bewusst von vorne zu beginnen.

Auf ein Neues!

Zu allererst natürlich auf ein neues Jahr! Aber vor allem auch auf ein neues Ich!
Nehmt Euch einmal kurz die Zeit, schließt die Augen und atmet tief durch. Dabei denkt ihr darüber nach, wo ihr derzeit im Leben steht, was Euch wichtig ist, was ihr für Euer Seelenwohl benötigt, was ihr dafür unternehmen müsst und wie sich dies als ein Vorsatz beschreiben lässt. Und dann öffnet ihr die Augen und gebt mit einem weiteren tiefen Atemzug den Startschuss.

So in etwa hat sich auch mein Vorsatz für dieses Jahr entwickelt. Dieser lautet ganz simpel ‚bewusster leben‘.
Generell glaube ich, dass ich dies schon seit ein paar Jahren ganz gut umsetze, aber anhand einiger Schieflagen habe ich gemerkt, dass dort immer noch Optimierungsbedarf ist.
‚Bewusster leben‘ heißt für mich bewusster Entscheidungen zu treffen. Bewusster Ja und vor allem bewusster Nein zu sagen. ‚Bewusster leben‘ heißt für mich bewusster zu genießen. Bewusster die Zeit mit Freunden und der Familie wahr nehmen, bewusster kulinarische Köstlichkeiten zelebrieren, bewusster Konzerte auf mich wirken lassen. ‚Bewusster leben‘ heißt für mich aber vor allem auch bewusster auf meinen Körper zu hören. Bewusster physische Wehwehchen heilen und bewusster auf meine psychischen Belange eingehen. Ruhepausen einlegen, Fernweh kurieren, Sehnsüchte befriedigen.

Ich wünsche Euch ein wundervolles neues Jahr 2020 mit einzigartigen Erlebnissen und lehrreichen Erkenntnissen.

Ich freue mich auf ein weiters Jahr mit Euch!

Dazu passend – Projekt der Woche

Es ist kein Geheimnis, dass ich schon seit einigen Jahren davon träume mein eigenes Buch zu veröffentlichen. Leider gestaltet sich dies für mich neben der Arbeit als schwierig, da ich meine komplette Kreativität nur entfalten kann, wenn ich Ruhe habe und Unmengen an Zeit in der Natur verbringe.
Nichts desto trotz werde ich gleich zu Beginn dieses Jahres mein erstes Buch veröffentlichen. Für mich, vielleicht für Euch, ohne Verlag, ohne ISBN.
Ich habe die Zeit über Weihnachten genutzt und alle meine Beiträge dieser Kolumne des letzten Jahres in einem Band zusammengefasst.
Das Layout steht, das Cover ist designt, nur die Korrektur ist noch offen.

Falls auch ihr Euch ein Exemplar gegen einen kleinen Druckkostenobolus sichern wollt, dann nehmt doch einfach kurz an der Umfrage teil.