Sowas wie Alltag

So gerne ich euch heute wieder von meinen spannenden Abenteuern berichten würde, verlief die letzte Woche doch eher ruhig ab und stand unter einem nachdenklichen Stern. Die Landschaftsfotos müssen aus diesem Grund heute Platz für meine Gedanken machen.

Die meisten von euch haben vermutlich eine Nachrichtenapp auf dem Smartphone, welche euch stets mit Push-up Meldungen über das Weltgeschehen auf dem Laufenden hält. In diesen Nachrichten ist leider am Sonntag Nachmittag deutscher Zeit Neuseeland in den Mittelpunkt gerückt. Auf der Südinsel hat sich ein schweres Erdbeben mit unzählbaren Nachbeben und einhergehender Tsunamigefahr ereignet. Auch wenn die Auswirkungen gemäß Aussage der Medien bis Auckland zu spüren gewesen sein sollen, habe ich davon nichts mitbekommen. Schlafen ist seit jeher meine beste Disziplin und dementsprechend haben mich die vielen Nachrichten auf meinem Telefon am Montagmorgen schneller wach werden lassen, als ich es gewohnt bin, da ich mir mehrfach die Frage stellte, warum es mir nicht gutgehen sollte.

Aufgrund der geographischen Lage Neuseelands sind Erdbeben, wenn auch nicht in dieser Schwere, unglücklicherweise Normalität. Christchurch hat sich bis heute noch nicht vollständig von dem Erdbeben in 2011 erholt und rückt nun wieder fast in den Mittelpunkt des Geschehens. Es ist bewundernswert, dass die Menschen den Mut nicht verlieren, trotz der Rückschläge an ihre Heimat glauben und einmal mehr mit dem Neuaufbau beginnen!

Auch wenn dieses Ereignis ohne Frage sehr tragisch ist, löst es in mir persönlich ein Gefühl von kompletter Dankbarkeit aus. Eure zum Ausdruck gebrachte Besorgtheit zeigt mir, welches große Glück ich habe, mein Leben mit so tollen Menschen wie euch teilen zu dürfen und stimmt mich jetzt schon ein wenig in Vorfreude auf die Zeit nach meiner Rückkehr und dem Bewusstsein, dass uns dann keine 18.000 km mehr trennen.

Ein ähnliches Gefühl lösen ebenfalls eure Kommentare in mir aus. Sie bestärken mich an dunklen Tagen in meinem Vorhaben und spornen mich an hellen Tagen zu neuen Bestleistungen an. Ich schätze jedes einzelne Wort sehr, muss aber an dieser Stelle ehrlich sagen, dass ich mich am meisten auf den ersten Kommentar von meinem Opi freue, welcher überrascht von den Schreibkünsten seiner Enkelin jeden Beitrag mit Begeisterung verfolgt.

Mein Alltag wird auch in nächster Zeit ruhiger verlaufen. Ich werde Auckland zu meinem Lebensmittelpunkt machen und habe erstmal keine weiteren Ausflüge in die Umgebung geplant. Die krampfhafte Jobsuche habe ich aufgegeben. Ich bin mir in den letzten Wochen einfach bewusst geworden, dass ich hier gerade die große Chance einer Auszeit habe, welche mir Spaß machen und mich glücklich stimmen soll. Ich habe vor einiger Zeit für mich selbst eine „Happiness ToDo Liste“ erstellt und widme dieser nun meine volle Aufmerksamkeit. Dazu gehören unter anderem Sport, gesunde Ernährung und schreiben. Ich bin überzeugt, dass sich in den nächsten Wochen obendrein beruflich etwas ergeben wird, aber dann soll es auch ein Job sein, welcher mich fordert und mich voran bringt und wer weiß… vielleicht kann ich ja auch irgendwann mit Beiträgen wie diesen mein Geld verdienen. 😉

Abschließend bleibt mir heute nur zu sagen, dass ihr euch gar nicht vorstellen könnt, wie einfach und „mutlos“ die Umsetzung ist, wenn man ein festes Ziel vor Augen hat und daran glaubt!

Fühlt euch gedrückt!

Eure Claudi

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