Derzeit befinde ich mich in einer Gefühlslage, welche man sehr gut mit Liebeskummer vergleichen kann. Ich wache morgens mit einem Loch im Bauch auf, schaffe es schwer mich zu motivieren, Konzentration auf das Hier und Jetzt ist so gut wie unmöglich und meine Gedanken sind ununterbrochen in Hawaii. 

In diesem Zustand war es für British Columbia eine Mammutaufgabe mich von sich zu überzeugen. Mit einem Mietwagenupgrade hat Kanada jedoch einen soliden Grundstein für eine gute Zeit gelegt. Anstatt mit einem Toyota Yaris ging es für uns mit einem Dodge Citadel durchs Land. 

Die ersten zwei Tage haben wir in Richmond verbracht. Das charmante Fischerdorf Steveston konnten wir fußläufig erreichen und nach Vancouver Downtown brauchten wir nur 45 Minuten mit dem Auto. Vancouver lässt sich sehr gut zu Fuß ablaufen. Unsere Route führte uns am Wasser entlang durch das City Centre, den historischen Stadtteil Gastown, China Town und abschließend durch den Stanley Park. Vom Letzteren aus hat man einen beeindruckenden Blick auf die Skyline und die schneebedeckten Berge. 

Im Capilano Suspension Bridge Park war ich einmal wieder aufs Neue davon überrascht, wie viele „Risiken“ ich mittlerweile bereit bin einzugehen. 

Anschließend brachte uns der Highway mit dem wohl schönsten Namen der Welt, Sea to Sky Highway, nach Whistler. Genauso schön wie der Name ist übrigens auch die Route. 

Leider war das Wetter in Whistler nicht auf unserer Seite. Es war zu regnerisch um draußen sitzend den beginnenden Frühling in den Bergen zu genießen und ebenso zu regnerisch um die letzten Abfahrten auf der Piste vorzunehmen. Mit dem richtigen Wetter kann ich einen Besuch in dem Ort, in welchem 2010 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben, nur empfehlen. 

Bevor wir die letzten 2 Nächte wieder in Vancouver Unterschlupf fanden, ging es zunächst noch auf die Insel Vancouver Island mit dem Ziel Victoria. Victoria hat mich mit ihrem britischen Charme und den unzähligen Pubs mehr überzeugt als Vancouver. Die warme Frühlingssonne ließ mich fast vergessen, dass ich mich zuvor 6 Monate im Sommer befand und vermittelte ein wonniges Gefühl von Neuanfang. 

Nach diesen 9 Tagen denke ich immer noch viel an Hawaii, konnte jedoch meine Augen für die komplett gegensätzliche und ebenso wunderschöne Natur in Kanada öffnen. 

In wenigen Stunden starte ich nun meinen vorletzten Flug auf dieser Reise Richtung Fort Lauderdale / Florida.

Ich wünsche Euch einen gelassenen Start in die neue Woche!

Eure Claudi

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