1610 – 2. Urlaub ist NICHT nur einmal im Jahr!

Lasst uns heute noch einmal über meine Intention für diese Kolumne reden.

Alles begann mit dem stressigsten Sommer seit langem. Wochenende für Wochenende fuhren wir mit dem Bulli durch Deutschland, sei es um Freunde zu besuchen oder das nächste Festival mitzunehmen. Kaum war am Freitag der Feierabend eingeläutet, waren wir auch schon auf der Straße.
Dazu kam der Alltag. Morgens um 07:30 Uhr aus dem Haus, abends um 18:00 Uhr zurück und dann aber schnell wieder weiter um Freunde zu treffen, welche man schon viel zu lange nicht gesehen hat.

Ich konnte unseren Urlaub kaum noch erwarten. Christian war zwar so gut wie immer an meiner Seite und wir sind auch jeden Abend zusammen eingeschlafen, trotzdem sind wir als Paar in dieser Zeit viel zu kurz gekommen.

Der Urlaub hielt was er versprach bzw. verlief so, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht hatte, wenn nicht sogar noch besser.
Wir konnten uns 2 Wochen lang vollkommen auf uns konzentrieren. Wir haben jeden Tag bewusst zusammen gestaltet. Wir mussten jeden Tag Entscheidungen treffen, welche auch mal daneben gingen, wie z.B. der Ausflug nach Paris, aber gemeinsam haben wir dann auch wieder nach vorne geblickt, ohne Vorwürfe oder sonstige Quängeleien. Wir haben gelernt, die Bedürfnisse des anderen zu erkennen, auch wenn er sie nicht aussprach. Jeder für sich hat automatisch Aufgaben übernommen und so zu einer ungemeinen Erleichterung des Urlauballtags beigetragen. Wir haben viel erzählt und gelacht, aber auch ohne ein unangenehmes Gefühl stundenlang geschwiegen. Wir haben jede Minute unheimlich genossen, zusammen unsere Geschichte geschrieben.

Je dichter wir am Ende des Urlaubs unserer Heimat kamen, desto gespaltener wurde die Stimmung. Zum Einen war da die Dankbarkeit für diesen wundervollen Urlaub, zum Anderen stand nun aber auch wieder dieser Anfangs beschriebene Alltag vor der Tür.
Unser Bewusstsein hat sich jedoch verändert und wir stellten uns die Frage:

Wie schaffen wir auch im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Dabei geht es nicht darum, dass wir nun ununterbrochen zusammen Urlaub haben wollen. Okay… Eine kleine längere Aus- und Reisezeit könnte ich mir schon nochmal gut vorstellen, aber grundsätzlich geht es darum, dass wir im Berufsalltag mehr Zeit für uns haben wollen, denn seien wir mal ehrlich, ums arbeiten kommen wir nicht drumherum und das machen wir beide auch gerne. Den einen Tag mehr, den anderen Tag weniger. Wie es nunmal so ist. Es geht darum einen Weg zu finden, die Arbeitszeit zu verlagern, die Arbeitszeit nicht nur in eine Einnahmequelle zu investieren, sondern eine zweite zu finden, welche es uns ermöglicht, die Zeit gemeinsam zu verbringen.

Wir haben uns dieser Herausforderung angenommen, einen Masterplan gibt es bisweilen leider noch nicht. Aber die Erinnrung an den Urlaub, in welchem ich durchgängig die glücklichste Version meiner Selbst war, ist mein Antrieb und darum werden wir es schaffen!

Und nun bist Du dran! In welchen Momenten bist du die glücklichste Version deiner Selbst? Lass Dir von der Vorstellung, dass dieser Zustand keine Ausnahmesituation sein muss, Flügel verleihen und arbeite an der Erreichung deiner Wünsche.
Alles ist möglich, man muss nur fest genug daran glauben!

1610 – 1. Carrie Bradshaw aus dem Patti!

2 Wochen Urlaub. 2 Wochen Roadtrip. 2 Wochen ferne Länder. 2 Wochen Staunen. 2 Wochen Sehnsucht. 2 Wochen Wir. Nach 2 Wochen die Ernüchterung zurück im Alltag. Nach 2 Wochen die Frage, wie geht es weiter?
Unser Urlaub vor 2 Wochen hat alles auf den Kopf gestellt. Wir waren 2 Wochen mit dem Bulli unterwegs. Wir haben 2 Wochen auf knapp 5m² gelebt. Wir wussten 2 Wochen lang nicht, wo wir am nächsten Tag sein werden. 2 Wochen lang hieß es Kompromisse machen, Pläne über Bord werfen, am Straßenrand duschen, unruhige Nächte haben, stundenlang im Auto sitzen… Wir haben jede einzelne Minute genossen und die einzige wirkliche Herausforderung dieser Reise hat sich erst ergeben, als wir wieder zuhause waren.

Wie schaffen wir im Alltag mehr Zeit für uns als Paar? Wir wollen uns nicht mehr nur tagtäglich erschöpft nach der Arbeit sehen. „WIR“ wollen an erster Stelle stehen!

Auf dieses Thema werde ich noch gezielter beim nächsten Mal eingehen. Heute dient es lediglich als meine Einleitung, denn wenn ich mehr Zeit mit meinem Partner haben möchte, dann muss ich auch etwas dafür tun.
Und so habe ich wieder angefangen mir vorzustellen, wie schön es doch wäre, mit diesem Blog, mit meinen Geschichten, Fantasien und Träumerein etwas Geld zu verdienen. Eine eigene Kolumne. Carrie Bradshaw aus dem Patti!

Der Stil meiner Beiträge hat vom ersten Tag an die Form einer Kolumne. Ich habe Euch auf meine Weltreise mitgenommen, Euch zu der Zeit schon an meiner Gefühlswelt teilhaben lassen und bei meinen letzten Beiträgen bin ich bereits mehr in die Tiefe gegangen. Ich habe Feedback erhalten, Einige von Euch haben sich angesprochen gefühlt und mir Ihre Gedanken mitgeteilt, persönliche Worte hinterfragten, warum ich nicht mehr aus dieser Schreiberei machen würde. Irgendwas scheint da also zu sein und dieses irgendwas versuche ich nun ausfindig zu machen!


Ich heiße Euch Herzlich Willkommen zu meiner Kolumne 1610. Von nun an werde ich Euch jeden Montag um 16:10 Uhr vom ersten Arbeitstag der Woche erlösen und in meine Gedankenwelt entführen. Die Themen werden kunterbunt. Von schwarz bis weiß, von rot bis grün.

Es wäre mir eine große Ehre, wenn ihr mich auch auf dieser Reise begleitet!

Vermutlich werde ich in diesem Zusammenhang meine Homepage noch ein weiteres Mal überarbeiten – so ganz entspricht sie immer noch nicht meinen Vorstellungen. Christian ist schon Angst und Bange, da er sich nur zu gut an die letzte Umbauphase und meine kleine Nervenzusammenbrüche erinnern kann. Dieses Mal klappt es aber ganz bestimmt mit mir und HTML!


Bevor ich mich nun fürs Erste verabschiede, möchte ich Euch noch schnell eine kleine Geschichte aus der Kategorie „Die kleinen Dinge des Lebens“ erzählen.

Wir waren vor einer Woche mit Freunden auf dem Wasted in Jarmen Festival und neben unseren Bullis hat ein Schornsteinfeger mit seinem Caddy geparkt. Wir haben uns an dem Wochenende einmal kurz gesehen und beiläufig auf das Glück aufmerksam gemacht, welches wir ja jetzt haben müssten. Er hat nur lachend abgewunken, kann es wohl nicht mehr hören. Da er am Sonntag einen langen Heimweg bis nach Krefeld vor sich hatte, verlies er das Gelände noch vor dem Aufstehen. Ich hörte nur die Türen klappern. Als ich jedoch aufgestanden bin, fand ich auf unserem Campigstuhl 4 kleine Chips, so groß wie eine Münze, vor. Darauf abgebildet: 3 vierblättrige Kleeblätter und ein Schornsteinfeger. Für jeden einen.

Der Lottogewinn und der damit verbundene einfache Weg zu mehr gemeinsamer Zeit wurde durch diese Geste zwar nicht hervorgerufen, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass wir es schaffen werden und auf dem Weg dahin, werde ich wohl noch so manches Mal mit einem Lächeln im Gesicht diesen Chip in meiner Hand umdrehen.