Und am Ende des Tages wünsche ich Dir die Gelassenheit, Deine Pflichten Deine Pflichten sein zu lassen.
Am Ende des Tages wünsche ich Dir den Mut, Dir das zu nehmen, was Du für Deine innere Zufriedenheit am Meisten benötigst.

Das sind die Worte, welche meine vorletzte Woche am besten beschreiben. Gefühlt war an dieser Woche noch weniger dran als sonst. Nach Feierabend musste ich noch dies und das erledigen und am Wochenende bin ich zu meiner Schwägerin nach Hamburg gefahren.
So gerne ich meiner „Pflicht“ nachkommen und Euch für Montag wieder einen schönen Beitrag aus der Feder zaubern wollte, so sehr hatte ich für die wenigen freien Minuten nach der Arbeit ein anderes Bedürfnis, welches sich nicht hinten anstellen ließ.
Das Bedürfnis nach Ruhe und Liebe und Zweisamkeit. Das Bedürfnis meiner Beziehung die Aufmerksamkeit zu geben, die sie benötigt, damit es uns beiden gut geht.

Das ist die ehrliche Antwort auf die Frage, warum die Kolumne in der letzen Woche so kurz und knapp ausgefallen ist.

Ich möchte nun aber heute die Gelegenheit nutzen und noch einmal etwas intensiver über diese Zeilen nachdenken.

Unser Alltag ist geprägt von Hektik. Wir arbeiten i.d.R. 40 Stunden in der Woche. Hinzu kommt für die allermeisten noch ein Anfahrtsweg zum Büro von mindesten 30 Minuten pro Strecke. Nach der Arbeit stehen dann die privaten Pflichten auf dem Plan. Der Kühlschrank füllt sich nicht von alleine, die Wohnung muss aufgeräumt und geputzt werden, der Vorsorgetermin beim Arzt, Behördengänge, Ablage privater Dokumente, das Hobby, Organisation von diesem und jenes und so weiter und so fort. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr Euch wiederfindet und die Liste noch um einige Punkte ergänzen könnt.

Einige dieser Pflichten sind lästig und rauben einem bewusst die Freizeit, andere Verpflichtungen wiederum hat man sich selber ausgesucht und gehören die meiste Zeit des Jahres dem Vergnügen an.

Und dennoch erreicht man irgendwann einen Punkt der Erschöpfung. Einen Punkt an dem einem selbst die vergnüglichen Pflichten zur Last werden. Der letzte Urlaub ist lange her, der nächste Urlaub ist noch lange nicht in Sicht. Die Wochenende sind gefüllt mit Familienbesuchen, Besuchen bei Freunden oder auch diversen Erledigungen.
Das Hobby, welches einem eigentlich Spaß bringen sollte, wird nur noch unter Stress ausgeführt. Alles was man in diesen Momenten in Wirklichkeit braucht, ist Ruhe und Zeit zum faul sein, zum generieren. Aber es kommt immer wieder um die Ecke, das schlechte Gewissen, darüber, dass das dringend zu Erledigende erledigt werden muss, dass man das Treffen mit diesem einen Freund schon 100 Mal verschoben hat, dass man sich doch freiwillig für sein Hobby entschieden hat.

Und nun sage ich Euch ganz ehrlich, wenn ihr die Person seid, welche ich zuvor beschrieben habe, dann lasst alles links liegen, legt Eure Füße hoch, gießt Euch ein Glas Wein ein und lasst die Welt um Euch herum egal sein!

Alles was zu erledigen ist, lässt sich auch noch in der nächsten Woche erledigen. Ist der Kühlschrank auch leer, der Pizzalieferdienst freut sich mit Sicherheit über Euren Anruf. Euer Hobby bringt Euch auch nicht viel, wenn ihr diesem nicht bewusst nachgehen könnt. Eure Freunde kennen diese Situation mit Sicherheit selber viel zu gut und haben vollstes Verständnis, wenn ihr den Termin mal wieder verschiebt.
Wer kein Verständnis hat, ist Eure Zufriedenheit. Unzufriedenheit lässt sich wunderbar steigern, wenn man sich nicht dem hingibt, was man am Meisten benötigt.

Also, hört auf Euer Herz, bestellt Pizza und lasst Eure Pflichten einfach mal öfter Eure Pflichten sein!

Am Rande – Rückfall der Woche

Einige von Euch haben es vielleicht schon mitbekommen.
Ich bin zurück bei Instagram. Unter einehandbreitwasseruntermkiel findet ihr nun das Profil zu diesem Blog.
Ich habe lange mit mir gehadert. Instagram ist jedoch heutzutage die nächstliegende Plattform, wenn man auf sich aufmerksam machen möchte und da ich mich sehr darüber freuen würde, wenn die Anzahl meiner Leser steigt, habe ich mich für diesen Schritt entschieden.