Mit Blick auf den Pazifik und Boxer Zoey an meiner Seite sitze ich gerade auf der Terasse meiner Airbnb Unterkunft und möchte euch gerne an meiner letzten Woche teilhaben lassen.

Wie bereits angedeutet ging es am Sonntag für mich zum Cape Reinga. Auf dem Weg dorthin war ich der Ohnmacht schon wieder sehr Nahe. Links von mir die Tasmanische See und rechts von mir der Pazifische Ozean. Zwei offene Weltmeere und ich.

Ich habe mich an diesem Tag früh auf den Weg gemacht und erreichte bei herrlichem Wetter das Cape vor den ganzen Reisebusse. Es waren also nur wenige Menschen unterwegs und ich hatte die Ruhe, diesen atemraubenden Ort in mich aufzunehmen. Wenn man dort einen Moment verweilt und auf die Meere schaut, hat man das Gefühl am Ende der Welt angekommen zu sein. Es ist perfekt.

Es fiel mir wirklich schwer dieses Fleckchen Erde zu verlassen, aber ich hatte noch eine etwas längere Fahrt nach Paihia vor mir und machte mich somit gegen Mittag wieder auf den Weg.

Paihia liegt in der Bay of Islands und ist ein gefragter touristischer Anlaufpunkt, da man von dort aus jegliche Art von Ausflüge beginnen kann und zudem wunderschöne Sandstrände vorfindet.

Die ersten beiden Tage befand ich mich fast ausschließlich im Hostel. Es regnete überwiegend und es fehlte mir auch ein wenig an Motivation. Ich habe viel gelesen, geschrieben und nachgedacht. Es ist erstaunlich, wie sich mir beim Schreiben nach und nach vieles erschließt und ich mir meiner Entscheidungen klarer werde.

Mittwoch war es dann wieder an der Zeit mich unter Leute zu begeben. Ich hatte für diesen Tag einen Segeltrip in die Bay gebucht und traf gleich zu Beginn in nettes schwedisches Pärchen, mit welchem ich den Törn zusammen verbrachte. Wir hatten einen tollen Tag bei strahlendem Sonnenschein, ausreichend Wind zum segeln und einer Mittagspause auf einer einsamen Insel. Leider haben wir keine Delfine gesehen, aber mit einem leichten Sonnenbrand im Gesicht bin ich am Abend trotzdem zufrieden wieder im Hostel angekommen.

Heute ging es für mich mit zwei Zwischenstopps, bei den Whangarei Falls und der Hundertwassertoilette, welche mir in diesem Moment ganz gelegen kam, dichter an Auckland ran. Eine typisch neuseeländische Momentaufnahme ist mir dabei unterwegs auch noch gelungen.

Morgen Vormittag gebe ich das Auto schon wieder ab und meine zweiwöchige Northland Rundreise ist dann beendet. Ich werde diese Route aber vermutlich nicht das letzte Mal gewählt haben.

Mir geht es von Tag zu Tag zunehmend besser. Ich hab eine Erkenntnis über mich selbst gemacht, welche die meisten von euch nicht überraschen wird. Diese kleinen Tiefpunkte ereilen mich in der Regel immer dann, wenn ich das Wasser aus den Augen verloren habe.

„Life is simple, just add water! „

Ich denke an euch!

Eure Claudi

 

P.S. Eure Weihnachtsgeschenke könnt ihr nun endlich an folgende Adresse verschicken:

1P/135 Victoria Street West, Auckland Central, 1010, New Zealand

2 Kommentare

  1. Liebe Claudi, ich bin nach wie vor (oder besser gesagt jeden Tag mehr) von deinem liebenswerten, klaren und spannenden Schreibstil begeistert. Andi und ich sitzen Abends auf dem Sofa und lesen deinen Gefühls- und Reiseberichte mit riesigem Interesse und freuen uns sehr das du deinen Seelenfrieden gefunden hast. Vielleicht solltest du das Schreiben zu deinen Beruf machen!!! Reiseberichte sind sehr gefragt, vor allem wenn sie mit soviel Liebe,Witz und Charm zu Papier gebracht werden und man das Gefühl hat mit auf die Reise genommen zu werden. Weiter so und wir freuen uns bald wieder was von dir zu hören.

    Ganz liebe Grüße von uns.

    Gefällt 1 Person

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