Vorfreude

Ich befinde mich mittlerweile seit 102 Tagen in Neuseeland. Nach einem schwierigen Anfang genieße ich die Zeit jetzt sehr, freue mich aber auch schon wieder so richtig auf zu Hause.

 
Ich freue mich auf Omas Sonntagsbraten.

Ich freue mich auf meine Sneaker.

Ich freue mich auf mein Fahrrad und die Touren durch die Natur.

Ich freue mich auf die Festivalsaison.

Ich freue mich auf die Besuche im Stadion.

Ich freue mich darauf einen neuen Job zu finden.

Ich freue mich darauf wieder einen strukturierten Alltag zu haben.

Ich freue mich darauf eine Wohnung zu finden und diese einzurichten.

Dementsprechend freue ich mich auch sehr auf einen Besuch bei Ikea.

Ich freue mich darauf einfach stundenlang auf der Couch zu liegen.

Und ich freue mich darauf auf dieser Couch tolle Stunden mit tollen Menschen zu verbringen.

Ich freue mich darauf wieder direkt am Leben dieser tollen Menschen teilhaben zu können.

Ich freue mich darauf nicht mehr die Tante aus dem Fernsehen zu sein.

Ich freue mich auf die Ostsee.

Ich freue mich auf die Heimat!

 

Nachfolgendes Video habe ich im letzten Sommer erstellt und es zeigt, wie unglaublich glücklich wir uns schätzen können, diese Naturschönheit vor unserer Haustür zu haben.

https://quik.gopro.com/v/c48Pui2upH/

 

Da ich bis zu der Ankunft meiner Nichte jeden Tag arbeiten werde, passieren derzeit nicht so viele spannende Abenteuer.

Ich melde mich aus diesem Grund heute für die nächsten 3 Wochen mit den Worten von John Streckely gesund und munter!

Lasst es Euch gut gehen!

Eure Claudi

 

P.S. Am 12.05.2017 werde ich auf der Black Pearl aka einer Stena Line Fähre in Trelleborg mit dem Ziel Rostock einschiffen.

Mein Rostock!

Während meiner Vorbereitungen auf diese Reise bin ich auf viele Reiseblogs gestoßen und habe mir einige davon auch näher angesehen. Was viele von ihnen gemeinsam haben, ist, dass die Blogger in der Ferne ihre Heimat gefunden haben und heute ein Leben als sogenannte „Digitale Nomaden“ führen.

38 Tage nach meinem Abflug kann auch ich von mir behaupten, dass ich meine Heimat gefunden habe… nur nicht in der Ferne.

 
Es ist für mich teilweise selbst nicht ganz nachvollziehbar, weil ich gerade mal ein Jahr in dieser Stadt gewohnt habe, aber ich fühle mich Rostock verbundener denn je und kann es kaum erwarten mich dort wieder niederzulassen. Meine Augen füllen sich nach wie vor mit Tränen, wenn ich an diese wundervolle Stadt, welche mich damals mit offenen Armen empfangen hat, denke und über sie rede. Ich liebe das kühle, aber herzliche Norddeutsche, ich liebe den Fußballverein, ich liebe das Schietwetter genauso wie die Sommertage, ich liebe meinen Lieblingseisladen, ich liebe die östliche Altstadt, ich liebe Warnemünde und auch Markgrafenheide, ich liebe den Ostseeradweg und ich liebe die Ostsee, ich liebe das Hanseatische, ich liebe die Warnow und ich liebe die SUP Touren auf dieser, ich liebe den Stadthafen, manchmal liebe ich auch den Studentenkeller, ich liebe die Petrikirche und ich liebe den Blick von Gehlsdorf auf die Stadt… ich bin über beide Ohren in Rostock verliebt und um es mit den Worten von Marteria zu sagen:

 

„Ich zieh‘ los und such‘ mein Glück

Doch dein Licht zieht mich zu dir zurück

Mein Rostock“

 

Auch wenn ich festgestellt habe, dass ich nicht die große Abenteuerin bin, werde ich meine Reise aber nicht von heute auf morgen abbrechen. Ich habe hier gerade die einmalige Möglichkeit mich voll und ganz auf meine Bedürfnisse zu konzentrieren. Seien wir ehrlich, im regulären Alltag nimmt man sich diese wertvolle Zeit viel zu selten. Mit dem Sommer als Muse schmiede ich also Pläne für meine Zukunft und hätte es mit Auckland als vorübergehenden Wohnsitz wirklich schlechter treffen können.

 
Zum Einen haben ich hier das Grostadtflair und fühle mich zwischendurch durchaus wie Carrie Bradshaw, wenn ich nach meiner Laufeinheit mit einem Coffee ToGo durch die Straßen zwischen den Skyscrapern schlendere und zum Anderen bin ich aber auch in nur einem Wimpernschlag in der unbeschreiblich schönen Natur, wie zB am Mittwoch.

 
Mittwoch habe ich mit Lotti und Rabea einen Ausflug nach Waiheke gemacht. Waiheke ist eine paradiesische Insel im Hauraki Golf und 40 Minuten von Auckland entfernt. Bei wolkenlosem Himmel und angenehmen 22 Grad haben wir uns um die Mittagszeit auf die Fähre begeben und sind anschließend mit dem Bus weiter zu einem der schönsten Strände dieser Insel gefahren. Uns erwartete kristallklares Wasser, glitzernder Sand und ein menschenleerer Strand. Wir hatten einen Strandtag wie er im Buche steht und sind Abends glücklich wieder auf die Fähre Richtung Auckland gestiegen.

 

Manchmal sagt ein Bild mehr, als tausend Worte.

 

Mit der Jobsuche war ich leider immer noch nicht erfolgreich, was aber vollkommen okay für mich ist, da ich gerade sehr viel Spaß daran habe meine Arbeitskraft für meine Visionen aufzubringen.

Wenn ihr bald jemanden Berge versetzen seht, könnte das eventuell ich sein. 😉

 

Passt auf euch auf… vor allem der Herr im Krankenhaus, welcher mir etwas Sorgen bereitet!

Eure Claudi